Shaqiri hat mehr Muckis als Roberto Carlos

Sieht man sich die Masse von Xherdan Shaqiri an, kommt man ins Staunen. Das grosse Talent ist beeindruckend durchtrainiert.
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BLICK-Reporter Heiko Ostendorp vermisst Shaqiri und stellt fest: Das Schweizer Jungtalent muss sich nicht vor Roberto Carlos (r.) verstecken.
Foto: Kathi Bettels / Romina Amato
Von Heiko Ostendorp

Vor zwei Jahren war er bei den FCB-Heimspielen Balljunge oder stand im St. Jakob-Park in der Fankurve. Jetzt ist Xherdan Shaqiri einer der grössten Hoffnungsträger der Schweiz, hat einen Profivertrag bis 2014 und in der Hinrunde 25 Pflichtspiele (2 Tore) absolviert.

«Das letzte Jahr war wie ein Traum», sagt er. «Als Thorsten Fink im Sommer kam, hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe die Chance, die er mir gab, genutzt.»

Dabei hatten ihm viele aufgrund seiner Körpergrösse keine Profi-Karriere zugetraut. «Oft hiess es, ich sei zu klein. Das war noch mehr Ansporn für mich. Ich habe allen gezeigt, dass die Grösse im Fussball nicht entscheidend ist.» 1,69 Meter, 72 Kilo pure Power.

Nicht nur deshalb erinnert Shaqiri an den Brasilianer Roberto Carlos (1,68 m, 67 kg). Beide sind Linksfuss, spielen auf der gleichen Position. Oberschenkel und Waden sind ähnlich muskulös.

Deshalb macht BLICK den Test und misst Shaqiri aus. Das Ergebnis ist erstaunlich: Der FCB-Flitzer schlägt den brasilianischen Weltmeister! 60 cm dick sind Shaqiris Oberschenkel, Carlos kommt auf 58,5. Und auch beim Wadenumfang liegt der 18-Jährige vorn: 41,5 gegenüber 41 cm.

Shaqiri hat andere Sorgen. Er muss seinen Führerschein machen, will in der Rückrunde einen Stammplatz. Und er will Titel holen. «Bevor ich nicht mit dem FCB ein paar Pokale geholt habe, will ich gar nicht mit dem Ausland reden», sagt er zu seinen Zukunftsplänen. Trotzdem träumt der Youngster von der Bundesliga und von Barcelona: «Man muss sich die höchsten Ziele stecken.»

Er weiss, dass es im Fussball schnell gehen kann. Noch vor einem Jahr teilte «Shaq» ein kleines Zimmer mit seinen beiden Brüdern – ohne Heizung. Mittlerweile hat er seiner Familie eine 5,5-Zimmerwohnung finanziert. «Ich will ihnen etwas zurückgeben. Bevor ich mir einen Ferrari hole, kaufe ich meinem Bruder oder meinem Vater einen.»

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