Servette-Trainer
René Weiler legt Fokus auf den Cupfinal und greift durch

Das Thema Meistertitel hat sich für Servette nach dem 1:1 gegen St. Gallen endgültig erledigt. Im Hinblick auf den Cupfinal will Trainer René Weiler dem Schlendrian keine Chance geben.
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René Weiler will die letzten Saisonspiele als optimale Vorbereitung auf den Cupfinal nutzen.
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Lucas WerderReporter Fussball

Mit sieben Punkten Rückstand bei noch drei ausstehenden Partien sind seit Wochenende auch die letzten Genfer Meisterträume ausgeträumt. Und trotzdem sagt Servette-Trainer René Weiler (50) nach dem 1:1 gegen St. Gallen: «Mit dem Punkt können wir ganz gut leben.»

Hat man am Genfersee nach der 0:1-Pleite von YB im Spitzenkampf gegen Lugano also gar nicht mehr Richtung Tabellenspitze geschielt? «Ich als Trainer nicht. Das hilft mir nicht», sagt Weiler. «Ich fokussiere mich immer auf das nächste Spiel und nicht auf irgendwelche Rechnereien.» Das Ziel sei zwar nach wie vor, die Saison so weit oben wie möglich zu beenden. «Aber ich lasse mich dabei nicht von Resultaten anderer Teams beeinflussen.»

Rätsel um Ondoua-Verletzung

Das müssen die Grenats auch nicht. Mit dem Remis in der Ostschweiz beträgt der Vorsprung auf das viertplatzierte St. Gallen weiterhin sieben Punkte. Mindestens die Quali für die Playoffs der Europa League hat Servette damit so gut wie sicher. Zumindest resultatmässig geht es für das Team von René Weiler in den kommenden zwei Wochen um nicht mehr viel. Darum gibt auch der Trainer zu: «Der Fokus liegt schon auch auf dem Cupfinal. Aber wir müssen in Form bleiben, darum sind auch die letzten drei Spiele wichtig.»

Weiler wird deshalb im Saisonendspurt dafür sorgen, dass bei den Genfern nicht der Schlendrian Einzug hält. Gegen St. Gallen nimmt er Dauerbrenner Keigo Tsunemoto (25) schon zur Pause vom Platz. «Er hatte nicht seine beste Halbzeit», merkt der Trainer an. Und im Kybunpark überhaupt nicht dabei ist Gaël Ondoua (28). Weiler redet von «leichten Schmerzen im Knie». Auch der Spieler selbst spricht auf X von einer Verletzung. Hinter der Nicht-Nomination des kamerunischen Nationalspielers dürfte aber auch eine disziplinarische Massnahme stecken. Ondoua soll seinen Unmut über seinen verlorenen Stammplatz etwas zu deutlich zum Ausdruck gebracht haben, ist zu hören.

Servette gehen die Stürmer aus

Ob der Mittelfeldspieler am Mittwoch gegen den FCZ wieder im Kader steht, ist fraglich. Dasselbe gilt für Enzo Crivelli (29), der gegen St. Gallen schon früh mit einer Wadenverletztung vom Platz muss. In der Offensive gehen Weiler damit langsam die Optionen aus. Bereits im Winter haben die Genfer mit dem Abgang von Chris Bedia (28) ihren Topskorer verloren. Ersatz-Verpflichtung Bassirou N'Diaye (22) ist wegen eines Registrierungsfehlers nicht spielberechtigt. «Ich weiss gar nicht, wie viele Stürmer ich für die letzten Spiele noch habe», räumt Weiler ein.

54 Partien hat Servette in dieser Saison in Meisterschaft, Cup und europäischem Wettbewerb bereits absolviert. «Trotz Dreifachbelastung und einem nicht allzu grossen Kader spielen wir eine hervorragende Saison», hält Weiler fest. Eine hervorragende Saison, die die Genfer zwar nicht mit dem Meistertitel, aber vielleicht mit dem ersten Cupsieg seit 23 Jahren krönen könnten.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
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