Junior Kadile kann einem leidtun. Eine Woche nach seinem Doppelpack gegen den FCZ liefert der Winter-Neuzugang auch im Joggeli wieder richtig ab. Jeder Genfer Angriff läuft über den französischen Flügelspieler, der kurz vor Schluss auch den Anschlusstreffer mit einem sensationellen Dribbling vorbereitet. Doch Kadiles Pech ist, dass am Sonntagnachmittag kein einziger seiner Mitspieler auch nur anährend das gleiche Leistungsniveau abrufen kann.
Neben Kadile rettet sich einzig Linksverteidiger Lilian Njoh noch ganz knapp auf eine genügende Note. Die restlichen elf bewerteten Genfer fallen allesamt durch. Stürmer Florian Ayé bringt es in seinen 74 Einsatzminuten auf 19 (!) Ballkontakte. Abwehrchef Steve Rouiller verschätzt sich vor dem zweiten Gegentor komplett. Und Rechtsverteidiger Téo Allix ist mit dem schnellen Traoré komplett überfordert.
Hinweis:
Ishuayed bis 56., Allix bis 56., Stevanovic bis 74., Ayé bis 74. und Douline bis 81. Minute.
Lopes ab 56., Mendes ab 56., Guillemenot ab 74., Mraz ab 74. und Fomba ab 81. Minute – Guillemenot, Mraz und Fomba zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Und so haben die FCB-Spieler abgeschnitten
Es ist mehr als eine kleine Überraschung, dass Koba Koindredi gegen Servette zum ersten Mal unter Stephan Lichtsteiner in der Super League zu einem Startelf-Einsatz kommt. Dafür revanchiert sich der Franzose mit seinem wohl besten Spiel im FCB-Trikot. Neben starken Zweikampf- und Passquoten beweist der häufig mal etwas unmotiviert wirkende Mittelfeldspieler, dass er auch über ein durchaus beachtliches Tempo verfügt.
Koindredis Note 5 wird aber natürlich von Doppeltorschütze Metinho noch übertrumpft. Der Brasilianer gewinnt unglaubliche 13 von 15 Zweikämpfen und schiesst den FCB mit zwei Distanzschüssen schon fast im Alleingang zum Heimsieg. Ebenfalls stark: Dominik Schmid, der den ersten Basler Treffer besorgt, und Nicolas Vouilloz, der in der Innenverteidigung einen makellosen Nachmittag abliefert.
Trotz 3:1-Erfolg fallen aber auch zwei FCB-Profis durch. Giacomo Koloto bezahlt als einzige Spitze erneut Lehrgeld, kommt in der ersten Halbzeit nach einer Salah-Flanke aber trotzdem zu einer ganz dicken Chance. Dabei lässt das Sturm-Juwel seine Kaltschnäuzigkeit aber vermissen. Ebenfalls ungenügend ist Kevin Rüegg, der seine Defensivarbeiten zwar lange Zeit mehr oder weniger Souverän erledigt. Kurz vor Schluss lässt er sich dann aber viel zu einfach von Servettes Vorlagengeber Kadile austanzen.
Hinweis:
Omeragic bis 31., Koloto bis 71., Salah bis 71., Shaqiri bis 80. und Koindredi bis 80. Minute.
Daniliuc ab 31., Ajeti ab 71., Duranville ab 71., Bacanin ab 80. und Leroy ab 80. Minute – Ajeti, Duranville, Bacanin und Leroy zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |

