Saidy Janko spielte einst bei ManUtd
«YB ist kein Rückschritt»

Im Alter von 17 Jahren wechselt Saidy Janko 2013 zu Manchester United. Heute steht der 23-Jährige bei YB unter Vertrag – und er will voll angreifen.
Publiziert: 16.07.2019 um 14:28 Uhr
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Aktualisiert: 15.06.2023 um 00:14 Uhr
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Saidy Janko bei seinem Lieblings-Masseur Dejan Dodos in Bülach.
Marco Mäder (Text) und Christian Merz (Fotos)

Manchester United, Celtic Glasgow, Barnsley, Saint-Étienne, Porto und Nottingham Forest. Saidy Janko ist ein Globetrotter. «Seit 2013 wohnte ich nie länger an einem Ort, war nicht sesshaft. Ich würde gerne mal ein paar Jahre an einem Ort bleiben», sagt der gebürtige Zürcher.

Vielleicht klappt das ja jetzt. Seit diesem Sommer ist Janko bei YB – ausgeliehen von Porto. Der Schweizer Meister besitzt eine Kaufoption. Janko freut sich, zurück in der Heimat  zu sein. «Ich bin ein Familienmensch, ich habe gerne die Familie um mich.» Seine Mama ist Italienerin, der Papa ist aus Gambia. Sein kleiner Bruder Lenny spielt beim FCZ im Nachwuchs. «Er ist besser als ich», sagt Janko lachend.

Seit seiner Rückkehr in die Schweiz hat der Fussballer auch endlich wieder die Möglichkeit, seinen Lieblings-Masseur zu besuchen. Seit sieben Jahren geht Janko zu Dejan Dodos ins Therapiezentrum Dea in Bülach. «Er ist ein Freund von mir. Er macht das super. Und er macht alles für seine Kunden, ist sehr hilfsbereit und loyal. Dafür bin ich dankbar», schwärmt Janko. Auch andere Profis gehen zu Dodos. Izet Hajrovic beispielsweise, Nassim Ben Khalifa oder auch Zürichs Salim Khelifi.

Doch Familie und Masseur sind nicht die einzigen Gründe, warum Janko zurück ist. «Djibril Sow ist einer meiner Freunde. Er hat mir nur Gutes über YB erzählt», erklärt der 23-Jährige, der sowohl den Schweizer wie auch den italienischen und gambischen Pass besitzt. «Ich bin ausserdem schon länger in Kontakt mit Sportchef Christoph Spycher. Er ist ein sehr ehrlicher Mensch, das Projekt, das er mir vorgestellt hat, hat mir gefallen.»

Sechs Jahre hat Janko im Ausland verbracht. 2013 wechselt er von Zürichs U18 zu Manchester United in die U23. 2014 debütiert er unter Trainer Louis van Gaal im Fanionteam. «Nicht viele Spieler können sagen, dass sie mit 18 das Debüt bei Manchester United gegeben haben. Das ist schon speziell für mich. Darauf bin ich stolz, und dafür bin ich dankbar.»

YB ist kein Rückschritt

Das Training mit den Superstars sei surreal gewesen. «Eine Woche zuvor trainierte ich noch mit der U21 von Zürich im Heerenschürli, ein paar Tage später stand ich mit Nani, Vidic und Ashley Young auf dem Platz», erinnert er sich.

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Der ganz grosse Durchbruch im Ausland bleibt aber aus. Janko kehrt zurück. «Vor drei Jahren hätte ich vielleicht gesagt, ich will nicht in die Schweiz zurück. Aber ein Rückschritt ist es sicher nicht. Was YB in den letzten Jahren aufgebaut hat, ist eindrücklich.»

Mit den Bernern will Janko, der in der Freizeit auch gerne mal zum Buch greift («die Harry-Potter-Bücher habe ich alle gelesen, da bin ich ein grosser Fan»), voll angreifen. «Ich will viel spielen und gut spielen. Ich will dem Team weiterhelfen und erfolgreich sein.»

Dafür will er hart arbeiten, aber bescheiden bleiben. «Mein grösster Traum? Ich will nach meiner Karriere mit meiner Familie glücklich und gesund sein – und sagen können, ich habe alles gegeben und versucht.»

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