Dass Valmir Matoshi das Spiel gegen YB gelbgesperrt verpasst hat, ist für ihn gleich doppelt bitter. Denn der Thuner Mittelfeldspieler ist bei der 4:1-Gala gegen den Kantonsrivalen nicht nur Zuschauer, er verliert auch noch gleich seinen Stammplatz für das Gastspiel in Basel. Doch der ehemalige U21-Nationalspieler gibt im Joggeli die richtige Antwort und schiesst den Leader mit seinem Joker-Tor zum 2:1-Sieg. Note 5 für Matoshi! Die holt sich auch der andere Thuner Torschütze ab. Leonardo Bertone trifft in der Startphase mit einem wunderschönen Volley zum 1:0 und überzeugt auch danach als Taktgeber und Leader.
Die Note 5 gibt es auch für die beiden Abwehrspieler Marco Bürki und Jan Bamert sowie Goalie Niklas Steffen. Der Thuner Schlussmann zeigt in der ersten Halbzeit mehrere starke Paraden bevor er nach einer Stunde angeschlagen vom Platz muss.
Für einmal nicht ganz überzeugen können die beiden Stürmer. Elmin Rastoder beschäftig die Basler Abwehr zwar immer wieder, bleibt im Abschluss aber unglücklich. Für eine genügende Note reicht es trotzdem – anders als bei Sturmpartner Brighton Labeau. Der kommt in 90 Minuten auf 30 Ballkontakte, die wenigsten aller Feldspieler, welche die komplette Partie durchspielen. Zudem verliert der Mann aus Martinique zehn Zweikämpfe, was ebenfalls ein Höchstwert ist. Seinen Stammplatz dürfte Labeau im Gegensatz zu Torschütze Matoshi trotzdem vorerst auf sicher haben.
Hinweis: Ethan Meichtry bis 59., Kastriot Imeri bis 59., Niklas Steffen bis 67., Fabio Fehr bis 85., Elmin Rastoder bis 85. – Justin Roth ab 59., Valmir Matoshi ab 59., Tim Spycher ab 67. (zu kurz für eine Bewertung), Dominik Franke ab 85. (zu kurz für eine Bewertung), Lucien Dähler ab 85. (zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die FCB-Spieler abgeschnitten
Das Warten geht weiter. Seit Anfang Oktober hat Albian Ajeti nicht mehr getroffen. Dabei ist der Stürmer aufgrund der Verletzungen seiner Konkurrenten Broschinski und Kaio Eduardo inzwischen wieder die unumstrittene Nummer eins im Basler Sturm. Ein Ende seiner Durststrecke ist aber dennoch nicht in Sicht. Gegen Thun liefert Ajeti einmal mehr einen kämpferisch soliden Auftritt ab, mehr aber nicht. Drei Abschlüsse, keiner davon aufs Tor – Note 3.
Die kassieren auch fünf seiner Teamkollegen. Darunter die beiden Mittelfeldspieler Dion Kacuri und Léo Leroy, von denen einfach zu wenig kommt, und Flügel Bénie Traoré, der weiterhin auf Formsuche ist. Ebenfalls ungenügend ist Ersatzgoalie Mirko Salvi, der sich mehrere unsaubere Zuspiele erlaubt. Eine 3 bekommt auch Nicolas Vouilloz, der lange ein gutes Spiel zeigt und als Rechtsverteidiger-Aushilfe sogar erstaunlich viel Zug nach vorne hat. Kurz vor Schluss legt er per Kopf aber unfreiwillig den Thuner Siegestreffer auf.
Der beste Basler ist Dominik Schmid, der zum zwischenzeitlichen 1:1 trifft und sich als einziger die Note 5 abholt. Ansprechend ist auch das Startelf-Debüt von Julien Duranville. Weil der Winter-Neuzugang aber vor allem gute Ansätze zeigt, eine Top-Chance aber liegen lässt, gibt es trotzdem nur die Note 4 für ihn.
Hinweis: Julien Duranville bis 62., Dion Kacuri bis 73., Albian Ajeti bis 73., Andrej Bacanin bis 85., Bénie Traoré bis 83. – Ibrahim Salah ab 62., Giacomo Koloto ab 73., Koba Koindredi ab 73., Jeremy Agbonifo ab 85., Marin Soticek ab 85. (alle zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 22 | 11 | 40 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 22 | 6 | 33 | |
6 | BSC Young Boys | 22 | -2 | 32 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 22 | -3 | 23 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 22 | -11 | 19 | |
12 | FC Winterthur | 21 | -31 | 13 |

