«Noah hatte keine Lust mehr»
Okafor-Papa greift Koller an!

Nati-Juwel Noah Okafor (19) spielt neu für Red Bull Salzburg. Papa Christian macht Marcel Koller für den Wechsel verantwortlich.
Kommentieren
1/8
Noah Okafor zusammen mit Papa Christian und Mama Nicole.
Foto: STEFAN BOHRER
Stefan Kreis

Er ist 19 Jahre alt, pfeilschnell und seit letzter Woche der Rekordtransfer der österreichischen Bundesliga: Noah Okafor. Rund 12 Millionen Franken überweisen die Roten Bull aus Salzburg nach Basel. Ein Transfer, der das rotblaue Fan-Herz schmerzen lässt. Okafor spielt seit der U9 beim FCB, wurde in der Region geboren, wuchs in Binningen BL auf, bloss fünf Kilometer vom Joggeli entfernt. Mehr Eigengewächs? Geht kaum!

Warum wechselt so einer zum Dosenklub? Okafors Papa Christian gibt die Antwort auf Facebook. Als ein User schreibt, dass der Teenager nur deswegen nach Salzburg gegangen sei, weil er dort mehr verdiene, platzt dem Papa der Kragen. «Unter Koller hat er nicht mehr gespielt. Immer Bank. Und er hat keine Lust mehr auf Bank. Darum der Wechsel. Es geht um seine sportliche Entwicklung und nicht ums Finanzielle.» Dass Noah Okafor in Salzburg mehr verdient als in Basel steht gleichwohl fest. Dass Red Bull Salzburg mittlerweile die bessere Adresse ist als der FCB ebenfalls.

Und der Vorwurf, dass Okafor unter Koller nicht gespielt habe? Der lässt sich durch Zahlen widerlegen. 52 seiner 54 Profi-Spiele hat der 19-Jährige unter Koller absolviert. In der vergangenen Saison kam er, wenn er fit war, fast immer zum Einsatz. In der Rückrunde gehörte er zum Stamm. In der aktuellen Saison plagte sich Okafor zur Beginn der Vorbereitung mit einer Fussverletzung herum, gehörte zu Beginn trotzdem zur Stammelf, konnte aber nur bedingt überzeugen, verlor seinen Platz an Kevin Bua. Danach verletzt sich Okafor bei einem U21-Nati-Spiel erneut, verpasste insgesamt sechs Spiele verletzungsbedingt.

Nur: Wenn er fit war, kam er – ob als Fixstarter oder als Joker – meistens zum Einsatz. Auch in der Europa League, wo er in vier Spielen zwei Tore erzielte und massgeblichen Anteil am Gruppensieg hatte.

Leistungen, die auch den Verantwortlichen in Salzburg nicht entgangen sind. Nun haben sie zugegriffen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
20
18
43
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
20
8
33
5
FC Sion
FC Sion
20
6
31
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
20
-7
25
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
20
-7
21
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
20
-11
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen