Nach Verletzungsschock bei Fassnacht
YB geht frontal auf GC-Spieler Toti los

Üblicherweise ist YB peinlich darauf bedacht, sich in der Kommunikation nach aussen staatsmännisch zu geben. Doch im Fall Fassnacht hats den Bernern den Nuggi rausgehauen.
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Gegen GC bleibt Christian Fassnacht nach einer Aktion von Toti Gomes am Boden liegen.
Foto: foto-net / Kurt Schorrer
Alain Kunz

YB und die Pressemitteilungen. Das ist Professionalität pur. Nie wertend, überkorrekt, staatsmännisch. Doch als die Berner die Diagnose der Verletzung von Christian Fassnacht mitteilen – Bruch des Schläfenbeins, Gehirnerschütterung, Gehör eingeschränkt – verlieren sie die Communiqué-Contenance. Es ist die Rede von einem «rücksichtslosen Einsteigen eines gegnerischen Verteidigers». Den Namen desselben lassen die Berner aussen vor. Es ist Toti Gomes.

Spycher: «Diese Attacke stufen wir als rücksichtslos ein»

Sportchef Christoph Spycher erläutert: «Es gilt, die Gesundheit der Spieler zu schützen. Christian Fassnacht wurde mit einer Attacke gegen den Kopf verletzt, die wir als rücksichtslos einstufen, weil der Gegenspieler deutlich zu spät kam und dennoch voller Wucht die Aktion zu Ende führte.»

Schiri-Chef Wermelinger wertet die Aktion als unglücklich

Betrachtet man die Bilder, kann man die Argumentation der Berner nachvollziehen. Zumal man sich zurecht die Frage stellen kann, was passiert wäre, wenn ein Spieler mit den Beinen derart zu spät gekommen wäre.

Die Frage ist für die Berner rhetorisch und hypothetisch zugleich. Deshalb will Dani Wermelinger, Chef Spitzenschiedsrichter beim SFV, auch nicht darauf eingehen. Die Aktion von Toti wertet er indes als unglücklich: «Man kann ihm nicht unterstellen, dass er Fassnacht verletzen wollte. Er ist auf den Ball fokussiert und kommt einen Tick zu spät, weshalb es zum Zusammenprall Kopf gegen Kopf kommt. Die Ursache ist ein sogenanntes ‹Late Tackle›. Eine gelbe Karte wäre da angebracht. Auch weil das Tempo hoch war. Aber nicht mehr.»

Und der VAR? Der kann nur bei einer möglichen Roten Karte intervenieren. Und eine solche sah Wermelinger definitiv nicht als angezeigt.

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