Kommentar zum Sion-Fan-Ausschluss
«Sehr gut» mit einem kleinen «Aber»

Nach Randale von Sion-Anhängern in Genf: Fankurve gesperrt! Der Kommentar von Steffi Buchli, Chefredaktorin Sport.
Publiziert: 16.05.2023 um 22:41 Uhr
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Aktualisiert: 17.05.2023 um 07:22 Uhr
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Steffi Buchli, Sportchefin beim Blick, findet das Durchgreifen gegenüber den Sion-Fans gut.
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Steffi BuchliChief Content Officer Blick

Endlich! Taten. Eine Wohltat! Sion-Kurve geschlossen, Ende der Durchsage. So hat es Blick gefordert. Sehr gut.

Vor ein paar Wochen haben wir nach der Schande von Basel mit drei Schwerverletzten an dieser Stelle geschrieben: «Da gibt es nichts mehr zu reden. Wann merken Politik, Behörden und die Fussball-Zuständigen endlich, dass sie in der Verantwortung stehen, dass sich dieses Problem nicht von alleine in Luft auflösen wird oder zerreden lässt? Es braucht Massnahmen.»

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Zägg, da sind sie, die Massnahmen. Unanfechtbar. Da haben wir es, das starke Zeichen. Die Bewilligungsbehörden kündigen auch gleich an, dass mit solchen Massnahmen künftig alle Klubs rechnen müssen. Gut. Sehr gut.

Ein kleines «aber» schieben wir noch nach. Es ist ein Detail, aber ein wichtiges: Ein Paradigmenwechsel mitten in einer laufenden Saison ist heikel. Funktionäre und Gesetzeshüter sollen nie den sportlichen Wettbewerb verfälschen.

Der FC Sion liegt in der Super League auf dem 10. Platz. Der zwölfte Mann ist wichtiger denn je. Umso härter trifft die Massnahme die Walliser. So soll es sein, sagt der Hardliner. Ich hoffe trotzdem, dass die Punkte aus dem nächsten Spiel am Ende nicht den Unterschied machen.

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