Entweder-oder-Quiz: «Hat Vor- und Nachteile» – FCB-Vogel über David Degen als Präsident(00:47)

Mensch Heiko Vogel
Geliebt oder gehasst – aber warum eigentlich?

Seit Anfang Jahr ist Heiko Vogel zurück beim FC Basel. Und schon jetzt weit oben in der Rangliste der umstrittensten Fussballfiguren hierzulande.
Publiziert: 07.05.2023 um 13:10 Uhr
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Aktualisiert: 07.05.2023 um 15:40 Uhr
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Seine Spieler lieben Heiko Vogel – und würden ihn am liebsten als Trainer behalten.
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Sebastian WendelReporter Fussball

Es hat ja schon paradoxe Züge: Da wünschen sich die Fussballkonsumenten endlich wieder Typen mit Ecken und Kanten. Klartext-Redner. Fettnäpfchen-Treter. Doch bei der nächsten Umfrage zu den unbeliebtesten Figuren nehmen die Zeidlers, Constantins, Degens, Canepas und Balotellis Spitzenplätze ein.

Innert kurzer Zeit hat es auch Heiko Vogel auf diese Liste geschafft: Man hasst ihn, oder man liebt ihn. Aber warum mögen ihn die, die ihn nicht mögen, eigentlich nicht?

Weil er beim FC Basel arbeitet? Wegen seiner roten Haare? Wegen der Gelben Karten, die er wegen Meckerns fleissig sammelt? Weil er ein schlechter Verlierer ist? Weil er Erfolge genüsslich zelebriert? Weil er in den Emotionen auch mal einen TV-Reporter anknurrt? Weil er kurz nach seiner Rückkehr nach Basel die Entlassung seines Freundes Alex Frei forciert hat – und gleich selber an dessen Stelle getreten ist? Weil er vor zwei Jahren einen sexistischen Spruch in Richtung einer Schiedsrichterin hat fallen lassen? Weil medial spekuliert wurde, er habe wegen einer alten Geschichte bei Bayern den ehemaligen FCB-Chefscout Max Legath zum Abgang gezwungen?

Spieler betteln ihn, Trainer zu bleiben

Für den Spruch gegen die Schiedsrichterin hat er Busse geleistet. Alles andere sind Gründe, wegen denen man Vogel unsympathisch finden kann – aber nicht muss. Fragen Sie mal die Spieler beim FCB: Die betteln seit Wochen bei Vogel, er möge die Trainersuche stoppen und selber an der Seitenlinie bleiben.

Im Blick-Interview sagt Vogel über seinen Besuch bei der Davoser Trainerlegende Arno Del Curto: «Jedem, der die Chance hat, mit Arno zu reden, rate ich: gut zuhören!» Blick meint: Wer die Chance hat, mit Vogel zu reden: gut zuhören! Und sich erst dann ein Urteil bilden.

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