Trotz mehrerer Verletzungen und improvisierter Positionen wie Anto Grgic in der Innenverteidigung zeigt Lugano insgesamt eine gute Mannschaftsleistung. Immer wieder präsentiert das Mittelfeld kreative Ball-Staffetten. Die Lösungen werden konsequent mit dem Ball gesucht und gefunden, man verpasst es bei den Tessinern aber, mehr aus dem teils absurd hohen Ballbesitz von 80 Prozent zu machen.
Kevin Behrens zeigt, dass er kaum Chancen braucht, um Torgefahr auszustrahlen. Auch Sturmpartner und Captain Renato Steffen ist in Skorerlaune. Einzig Mahmoud, der nach elf Spielminuten für den verletzten Delcroix eingewechselt wird, fällt im Vergleich zu seinen Teamkollegen wirklich ab. Im Defensivverhalten nicht immer souverän, und die Rote Karte ist vielleicht keine Absicht, aber trotzdem unglücklich.
Hinweis: Hannes Delcroix bis 11. (zu kurz für eine Bewertung), Hicham Mahou bis 68., Daniel Dos Santos bis 84., Renato Steffen bis 84. – Hadj Mahmoud ab 11., Zachary Brault-Guillard ab 68. (zu kurz für eine Bewertung), Mattia Bottani ab 84. (zu kurz für eine Bewertung), Georgios Koutsias ab 84. (zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die GC-Spieler abgeschnitten
Ein Mann überragt am Samstag im Letzigrund alle: GC-Goalie Justin Hammel hat nach nicht einmal zehn Spielminuten bereits zwei Big Saves auf dem Konto – und im Verlauf der Partie werden noch weitere dazukommen. Selbst vom gegnerischen Keeper Amir Saipi gibt es nach dem Spiel Komplimente: «Er hat zwei, drei richtig gut herausgeholt.» Letztlich braucht es eine völlig verunglückte Grätsche von Mitspieler Diaby, um Hammel doch noch zu bezwingen. Und genau dort liegt erneut das Problem bei den Hoppers: Diaby, Abels und auch Diarrassouba sind aktuell viel zu weit davon entfernt, der GC-Defensive die nötige Sicherheit zu geben.
Wie so oft zuletzt müssen bei den Hoppers die Jungen in die Bresche springen: Simone Stroscio, eigentlich im linken Mittelfeld zu Hause, wird aktuell zum Innenverteidiger umfunktioniert und macht das richtig gut. Krasniqi agiert zunächst als linker Verteidiger, später auf rechts – einer der Auffälligsten mit Zug nach vorne und Torschütze zum Ausgleich. Gar nichts mit einem Tor zu tun hat derweil Luke Plange, der seit seiner Vier-Tore-Gala gegen YB im Dezember nicht mehr wiederzuerkennen ist. Ein Totalausfall.
Keine Note, dafür eine lobende Erwähnung: Tim Meyer wird in der 65. Minute für einen schwachen Zvonarek eingewechselt und ist mitverantwortlich dafür, dass die Hoppers noch erfolgreich zur Schlussoffensive ansetzen.
Hinweis: Salifou Diarrassouba bis 60., Luke Plange bis 60., Lovro Zvonarek bis 65., Michael Frey bis 83. – Maximilian Ullmann ab 60., Emmanuel Tsimba ab 60., Tim Meyer ab 65. (zu kurz für eine Bewertung), Oscar Clemente ab 83. (zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 21 | 21 | 46 | |
2 | FC Lugano | 22 | 11 | 40 | |
3 | FC St. Gallen | 20 | 14 | 37 | |
4 | FC Basel | 21 | 9 | 36 | |
5 | FC Sion | 22 | 6 | 33 | |
6 | BSC Young Boys | 21 | -5 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 21 | -8 | 25 | |
10 | FC Luzern | 21 | -3 | 22 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 22 | -11 | 19 | |
12 | FC Winterthur | 21 | -31 | 13 |

