Der FC Lugano stellt im Joggeli eindrücklich unter Beweis, dass eine grosse Anzahl an Abschlüssen nicht zwingend für viel Torgefahr stehen muss. 15 Mal schiessen die Tessiner in Richtung FCB-Tor, kommen aber nur auf einen Expected-Goal-Wert von 0,57. Das liegt mitunter auch daran, dass nur vier der 15 Abschlüsse innerhalb des Strafraums abgegeben werden.
Renato Steffen ist für keinen einzigen davon verantwortlich und holt sich nach einem richtig blassen Auftritt die Note 3 ab. Das gilt auch für vier weitere Luganesi, darunter Mattia Zanotti und Carbone, die beide einen Penalty verschulden. Der beste Tessiner im Joggeli ist Captain Anto Grgic, der im Mittelfeld mit einer Passquote von 95 Prozent brilliert und auch den Ausgleichstreffer vorbereitet. Für ihn gibt es wie für Goalie Amir Saipi, der einen Penalty von Shaqiri hält, die Note 5.
Die hätte sich fast auch Torschütze Georgios Koutsias abgeholt. Ausgerechnet der Grieche kommt bereits in der Startphase für den verletzten Kevin Behrens ins Spiel. Weil Koutsias bis auf seinen sehenswerten Treffer aber wie die gesamte Lugano-Offensive kaum zu sehen ist, reicht es am Ende nur für eine 4.
Hinweis: Behrens bis 15., Mai bis 46., Steffen bis 63., Belhadj bis 63., Cimignani bis 84. – Koutsias ab 15., Carbone ab 46., Mahou ab 63. (zu kurz für eine Bewertung), Dos Santos ab 63. (zu kurz für eine Bewertung), Brault-Guillard ab 84. (zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die Basel-Spieler abgeschnitten
Es gibt zwei mögliche Erklärungen, warum Stephan Lichtsteiner Albian Ajeti gegen Lugano in seine Startelf packt. Entweder hat der Stürmer, der zuletzt zweimal nicht einmal mehr im Kader gestanden hatte, in den letzten Tagen derart gut trainiert. Oder Lichtsteiner wollte seinem Sportchef Daniel Stucki ein letztes Mal beweisen, warum dieser am Deadline-Montag doch endlich einen neuen Mittelstürmer verpflichten sollte. Wie so oft in den letzten Wochen will Ajeti wenig bis gar nichts gelingen. Der Meisterheld der letzten Saison wirkt vor allem zu Spielbeginn völlig verunsichert. Immerhin steigert sich Ajeti nach dem Seitenwechsel etwas und kommt so noch auf eine 3.
Damit schneidet der Stürmer immer noch besser ab als Xherdan Shaqiri. Nicht, dass der FCB-Captain ein ausserordentlich schlechtes Spiel abliefert. Aber weil Shaqiri gleich zweimal einen Penalty verschiesst und Lugano damit am Leben lässt, kassiert er die Note 2. Ebenfalls ungenügend schneidet Ibrahim Salah ab, der nach seinem Siegestreffer gegen den FCZ endlich wieder einmal eine Startelf-Chance bekommt. Diese lässt er aber ebenso ungenutzt wie seine Top-Möglichkeit kurz vor der Pause.
Eine gutes Zeugnis erhält dagegen Léo Leroy. Auch wenn der Mittelfeldmann mit seiner Grätsche vor dem Ausgleich etwas gar viel Risiko eingeht, ist er der beste Basler auf dem Platz. Stephan Lichtsteiner lässt den Franzosen gegen Lugano etwas defensiver auflaufen, wodurch dieser seine Abräumer-Qualitäten mehrfach unter Beweis stellen kann. Neben Bénie Traoré, der einen Penalty verwandelt und einen weiteren herausholt, ist Leroy der einzige Basler, der sich die Note 5 abholt.
Hinweis: Ajeti bis 66., Rüegg bis 66., Traoré bis 66., Salah bis 88., Schmid bis 88. – Koloto ab 66., Tsunemoto ab 66., Soticek ab 66., Duranville ab 88., Cissé ab 88. (alle zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 24 | 15 | 43 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 25 | -7 | 27 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 24 | -39 | 14 |

