Kommentar zur Situation bei GC
In Zürich darf niemand über die Chinesen jammern

Die chinesischen Besitzer von GC machen in der Aussendarstellung aus Schweizer Sicht vieles falsch. Aber die Zürcher, die keine eigene Lösung hinbrachten, dürfen nicht jammern, schreibt Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport.
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Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport.
Foto: Benjamin Soland

Um es zuerst mal deutsch und deutlich zu sagen: Die finanzielle Unterstützung der chinesischen Besitzer ist ein Segen für den Rekordmeister. Sie kommen stets ihren Zahlungen nach, die Geldsorgen früherer Tage sind vorbei. Das gilt es zu respektieren.

Aber dieser Segen ist Fluch zugleich. Weil die chinesischen Besitzer nicht gewohnt sind, offen und transparent zu kommunizieren. Das verschachtelte Fosun-Konstrukt, die Verbandelung mit Spielerberater Jorge Mendes, die Abwesenheit der Besitzerin Jenny Wang – all das führt nicht zu Vertrauen bei der Öffentlichkeit und zu Identifikation bei den treuen Fans.

Dass man dabei stets das Gefühl hat, dass GC nur noch ein Farmteam des Premier-League-Klubs Wolverhampton ist, verstärkt dieses Misstrauen. Was auch mit der Geschichte zu tun hat: GC galt als Nobelklub, ist Rekordmeister und hatte jahrelang das Selbstverständnis und die Arroganz, die weit weg von einer Nummer 2 in einem Konstrukt war.

Doch diejenigen, die nur über die Chinesen schimpfen, sollten auch nicht vergessen: Die Reichen und Mächtigen Zürichs hatten jahrelang die Chance, eine Schweizer Lösung auf die Beine zu stellen. Sie schafften es nicht – und so darf nun auch keiner jammern, dass die Chinesen regieren.

Auch wenn ihre Art der Kommunikation und der Führung des Projekts für Schweizer Verhältnisse schwierig ist.

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36
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FC Sion
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38
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