Kommentar zum Trainer-Rauswurf beim FCZ
Falsches Spiel mit Moniz

Der überraschende Rauswurf von Trainer Ricardo Moniz beim FC Zürich war vor allem eines: schlechter Stil. Der stellvertretende Blick-Fussballchef Christian Finkbeiner rechnet in seinem Kommentar mit der FCZ-Führung ab.
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Rauswurf beim FCZ: Mit Trainer Ricardo Moniz wurde ein falsches Spiel gespielt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCZ entlässt Trainer Moniz trotz früherer Unterstützung der Klubführung
  • Moniz zeigte sich als loyaler Angestellter und verteidigte Personalentscheide
  • Moniz führte FCZ zwischenzeitlich an die Tabellenspitze in der Vorrunde
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Noch Ende April fabulieren die FCZ-Bosse Ancillo Canepa und Milos Malenovic, der Klub sei trotz des Falls in die Abstiegsrunde «auf einem super Weg». Einen Monat später ziehen sie fünf Tage nach Saisonende doch noch die Reissleine und stellen Trainer Ricardo Moniz vor die Tür. 

Sein sportlicher Leistungsausweis ist durchzogen. Vor einem Jahr schaffte er dank einer Siegesserie den Einzug in die Europacup-Quali, in der Vorrunde führte er den FCZ mit pragmatischem Fussball zwischenzeitlich an die Tabellenspitze. Nach einem neuerlichen Umbau des Teams im Winter schaffte er es zwar, das Team wieder zu stabilisieren, ehe mit dem Fall in die Abstiegsrunde das Saisonziel doch verpasst wurde.

Dennoch ist der Holländer ein Bauernopfer. Seine Entlassung vor allem eines: ganz schlechter Stil. Denn Moniz, der mit dem Ruf eines schwierigen Charakters im Herbst 2023 nach Zürich gekommen war, zeigte sich als äusserst loyaler Angestellter. Nicht nur akzeptierte er die unzähligen Personalentscheide, die ihm die Chefetage aufzwang. Er verteidigte sie sogar noch in der Öffentlichkeit.

Direkt nach dem Fall unter den Strich stellte sich Präsident Ancillo Canepa für eine erste Einschätzung. Aber als es darum gegangen wäre, etwas ausführlicher über die verpassten Saisonziele zu sprechen, zogen sich die Chefs ins Schneckenhaus zurück. Während sie im klubeigenen Podcast weichgespülte Fragen des eigenen Kommunikationschefs beantworteten, stellte sich Moniz Spiel für Spiel den kritischen Fragen der Medien. Und sogar den Fans der Südkurve, als diese vor dem Derby im Training auftauchten. 

Dass der 60-Jährige als Dank dafür am Dienstag via Medien erfahren muss, dass die Bosse den Daumen über ihn gesenkt haben, ist der Gipfel der Peinlichkeit. Es passt zum jämmerlichen Bild, das der FCZ im Frühjahr 2025 abgibt.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
28
33
65
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
28
20
51
3
FC Lugano
FC Lugano
28
12
49
4
FC Basel
FC Basel
28
7
46
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
28
4
42
6
FC Sion
FC Sion
28
8
41
7
FC Luzern
FC Luzern
28
1
33
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
28
-3
33
9
FC Zürich
FC Zürich
28
-15
31
10
Servette FC
Servette FC
28
-7
30
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
28
-13
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
28
-47
15
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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