Kommentar zum Abgang von YB-Sportchef von Bergen
Buhmann – und sonst?

Die Amtszeit von Steven von Bergen als YB-Sportchef könnte sinnbildlich dafür stehen, wie schnelllebig das Fussball-Geschäft ist, kommentiert Blick-Reporter Alain Kunz.
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Steve von Bergen ist nur noch bis im Sommer Sportchef bei YB.
Foto: Pius Koller
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Alain KunzReporter Fussball

Noch ist ja offen, wer Schweizer Meister wird. Auch YB mischt da trotz des desaströsen Saisonstarts noch mit. Einigermassen zumindest. Und im Cup-Halbfinal stehen die Berner auch. Mit dem scheinbar einfachen Los Biel im Wankdorf sogar fast schon im Final. Bedeutet: Immer noch ist möglich, dass YB zwei Titel holt – in einer Saison, in der man auch in der ersten Ligaphase der Champions League mitspielte.

Gelingt das, würde die Bilanz von Steve von Bergen in seinen drei Jahren als Sportchef so aussehen: dreimal Meister, zweimal Cupsieger, zweimal die Champions League erreicht. Von den nackten Zahlen aus gesehen wäre von Bergen dann der erfolgreichste YB-Sportchef aller Zeiten. 

Solche drei Jahre hat nicht mal sein Noch-Chef Christoph Spycher vorzuweisen. Neben seinen Erfolgen als Spieler eine weitere starke Auszeichnung für den Neuenburger.

Und welch ein Gegenschnitt zu den Hasskommentaren, denen sich von Bergen in der Megakrise der Vorrunde ausgesetzt sah. Da war er die Nummer 1 der als Versager abgestempelten YB-Bosse, noch vor Spycher, der ja aus der Schusslinie war, weil von Bergen den Medien meistens Rede und Antwort stand. Von Bergen der Buhmann. Der Sündenbock.

Von Bergen könnte also gleichzeitig als Gesicht der grössten YB-Krise seit Jahrzehnten in Erinnerung bleiben wie auch als Erfolgs-Sportchef. Weil alles in ein- und derselben Saison passierte. Schon kurios, wie schnelllebig dieses Business ist.

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FC Thun
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Grasshopper Club Zürich
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FC Lausanne-Sport
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Servette FC
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BSC Young Boys
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