Kommentar zu den Diskriminierungs-Vorwürfen gegen den FCZ
Peinlich, Herr Matter!

Dass SVP-Nationalrat Thomas Matter ohne Beweise Mobbingvorwürfe gegen den FCZ erhebt, nachdem sein Neffe nicht für die nächste Juniorenstufe nominiert wurde, hat einen ganz faden Beigeschmack, meint Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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SVP-Politiker Thomas Matter schiesst gegen den FCZ.
Foto: Siggi Bucher
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Emanuel GisiSportchef

Die Schlagzeile klingt im ersten Moment knackig: Beim FC Zürich soll eine Ausländer-Mafia dafür sorgen, dass brave Schweizer Kicker keine Chance haben, Fussball-Profi zu werden.

Dumm nur, dass eine Recherche zutage führt, dass die Fakten komplett anders liegen: Ein Verwandter von Thomas Matter wurde aus Leistungsgründen nicht mehr für die nächste Altersstufe berücksichtigt.

Ein völlig normaler Vorgang im Nachwuchs-Spitzenfussball. Willkommen im Leistungssport!

Dass ausgerechnet aus Richtung der SVP, wo sonst immer gefordert wird, dass Leistung sich lohnen muss, Artenschutz für die Müllers, Meiers und Matters gewünscht wird, ist peinlich.

Unabhängig davon, dass Menschen mit «nicht sehr schweizerisch klingenden Namen», wie es Matter nennt, ganz selbstverständlich zur Schweiz gehören: Dass Matter zudem angeblich Probleme damit hat, die Namen der Ex-Trainer seines Verwandten auszusprechen, ist eine ganz schöne Zuspitzung.

Für das Team seines Neffen waren letzte Saison unter anderem Trainer Gabor Gerstenmaier und die Stufenverantwortlichen Marco Bolli und Patrick Perenzin zuständig. Allesamt übrigens zertifizierte Instruktoren des Schweizerischen Fussballverbandes – also unbestrittene Fachleute. Und alles nicht sehr fremdländisch klingende Namen. Ob Namen wie Milicevic oder Alesevic, von denen es im FCZ-Nachwuchs selbstverständlich auch einige gibt, dann wirklich so schwer auf der Zunge liegen? Matter sollte sich seiner Verantwortung bewusster sein, bevor er das Fussball-Schicksal eines Verwandten für seine Ausländerpolitik instrumentalisiert.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
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