«Ich will meine Chance nutzen»
Von Ballmoos gibt sich mit Degradierung nicht zufrieden

Eigentlich wurde er zum Reserve-Goalie degradiert. Doch gegen St. Gallen steht David von Ballmoos plötzlich wieder im Tor. Und sagt ganz klar: «Ich habe den Anspruch, wieder Nummer 1 zu werden.»
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David von Ballmoos – etatmässig nur noch Ersatzgoalie – stand am Mittwoch plötzlich wieder zwischen den Pfosten.
Foto: freshfocus
Jan Stärker

Am 6. November 2022 machte David von Ballmoos (28) sein letztes Spiel für die Berner Young Boys. Danach fiel er mit einer Knieverletzung (Knochenmark-Ödem im rechten Knie) für ein dreiviertel Jahr aus. Nach drei Spielen für die U21 machte von Ballmoos sein erstes Spiel nach der Verletzung beim 1:0 im Cup gegen Xamax vor rund zwei Wochen.

Nun stand er bei der 1:2-Niederlage des Meisters gegen St. Gallen überraschend auch in der Super League im Kasten. Überraschend deshalb, da die Berner vor einer Woche erst bekanntgaben, dass Anthony Racioppi (24) die neue Nummer 1 beim Titelverteidiger ist.

Anspruch auf die Nummer 1

«Ich war eine lange Zeit (elf Monate, d. Red.) weg, deswegen gilt es, das alles ein bisschen einzuordnen», erklärt von Ballmoos nach kurzer Überlegung auf die Frage, ob sein Einsatz auch für ihn überraschend kam. «Es braucht einfach Zeit, ich kann nicht davon ausgehen, dass ich zurückkomme und gleich alle drei Tage spielen kann. Ich soll langsam wieder in den Rhythmus reinkommen. Wir haben eine gute Lösung gefunden.»

Wie diese Lösung aussieht, ob es bei den Young Boys jetzt eine Rotation im Tor gibt – da wollte von Ballmoos aber nicht mit herausrücken. «Gute Lösung war vielleicht der falsche Ausdruck. Meine Wunschvorstellung war, dass ich nach der Rückkehr sofort wieder jedes Match mache. Natürlich versuche ich, meine Chancen zu nutzen. Denn ich habe den Anspruch, wieder die Nummer 1 zu werden. Und am Schluss ist es ein Konkurrenzkampf mit Anthony, das ist ganz klar.»

An von Ballmoos lag es jedenfalls nicht, dass YB in St. Gallen die erste Saisonpleite in der Liga einstecken musste. Vielmehr hielt er seine Mannschaft immer wieder im Spiel, war der beste Berner in der Ostschweiz. «Es war viel zu wenig, um in St. Gallen etwas mitzunehmen. Das kreide ich uns an, dass wir das Spiel verloren haben», ärgerte sich der Ur-Berner nach der Niederlage bei seinem Comeback. «Den Ausgang habe ich mir natürlich anders vorgestellt – obwohl es ein schönes Gefühl war, wieder im Tor zu stehen.» (jts)

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
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