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Schlusslicht Thun will Führung umkrempeln

Der FC Thun beabsichtigt, einige Veränderungen in der Chefetage vorzunehmen. Sportchef Gerber und Investor Conway sollen in den Verwaltungsrat gewählt werden.
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Beim FC Thun wird die Führung umgekrempelt.
Foto: keystone-sda.ch

Seit November investiert die Pacific Media Group (PMG) in den FC Thun. Total drei Millionen Franken wird der chinesisch-amerikanische Geldgeber einschiessen und so maximal 25 Prozent vom Aktienkapital des FC Thun bekommen. Die Gesichter des Deals mit Thun sind die Chinesin Grace Hung und der Amerikaner Paul Conway, die Gründer der PMG.

Nun soll Conway auch einen Posten in der Chefetage des FC Thun erhalten. Hintergrund: Um den Informationsaustausch der Entscheidungsträger zu verbessern, soll der Verwaltungsrat ganz neu aufgegleist werden. Konkret: Barbara Klossner und Armin Thalmann sollen das Gremium an der heute Abend stattfindenden Generalversammlung verlassen. Dafür könnten drei Neue gewählt werden – Barbara Frantzen, die Geschäftsleiterin Kommerz, Sportchef Andres Gerber und eben Conway als Vertreter des Investors.

Im Vorfeld dieser Veränderungen sei «intensiv diskutiert» worden, sagt Präsident Markus Lüthi gegenüber der «Berner Zeitung», dabei sei es «nicht nur harmonisch» abgelaufen.

Fehlt im vorgesehenen Plan künftig aber nicht eine klare Trennung? Werden sie gewählt, tragen Frantzen und Gerber neu zwei Hüte, sind sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene verantwortlich. Kann das zum Problem werden? Lüthi meint in der «BZ»: «Es ist nicht ungewöhnlich, dass Geschäftsleitungsmitglieder auch im Verwaltungsrat Einsitz nehmen.» Man wolle den FC Thun nahe am Geschehen führen. Und Conways Einstieg im VR? Lüthi erklärt, die Zusammenarbeit mit der PMG ausserhalb des Verwaltungsrates sei sehr aufwendig. Zudem sei im Vertrag bereits vorgesehen gewesen, dass der Investor eine Stimme im VR bekommen könnte.

Lüthi selbst stellt sich für ein weiteres Jahr als Präsident zur Verfügung, lässt aber durchblicken, dass ihm die vor allem in finanzieller Hinsicht schwierigen Zeiten zugesetzt haben. Er wolle aufhören, «bevor ich ein Auslaufmodell werde».

Der finanzielle Druck bleibt trotz der Partnerschaft mit PMG bestehen. Fürs Geschäftsjahr 2019 verbucht der FC Thun einen Verlust von gut 293'000 Franken, auch weil der Klub weniger Jahreskarten verkaufte. Sportlich läufts nach der verpatzten Vorrunde wieder besser. Zwar liegen die Berner Oberländer noch immer an letzter Stelle in der Super-League-Tabelle, sie haben aber dank eines starken Rückrundenstarts mit zehn Punkten in fünf Partien den Rückstand zum Vorletzten Xamax wettgemacht. (mpe)

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Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
33
38
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
33
6
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
7
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
8
Servette FC
Servette FC
33
0
40
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
10
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Meisterschaftsrunde
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