Darum gehts
- FC Zürich verliert 1:2 gegen Servette
- 19 Gegentore nach der 80. Minute, 16 verspielte Punkte bislang
- FCZ auf drittletztem Super-League-Platz, neun Spiele verbleiben zur Rettung
19 Gegentore nach der 80. Minute kassiert. Und damit 16 Punkte verspielt. Der FC Zürich knickt regelmässig in jener Spielphase ein, in der Spiele entschieden werden. Jetzt also auch in Genf gegen ein Servette, das zuletzt in Winterthur so schlecht gespielt hat, dass es vor sich selber erschrocken ist.
«Es ist Wahnsinn», gibt FCZ-Trainer Dennis Hediger (39) nach dem 1:2 im Stade de Genève zu: «Wir kassieren unglaublich viele Tore in den letzten Minuten. Und es sind jedesmal Nackenschläge.»
«Es fühlt sich ungerecht an»
Immerhin – komplett schlafmützig gehen die Zürcher nicht in den Rest der Saison. Hediger kennt die Tabelle. Und er macht gar nicht erst auf Zweck-Optimismus. Er sagt zwar: «Es fühlt sich ungerecht an.» Aber er fügt sofort hinzu: «Wir dürfen die Realität nicht verkennen.»
Und die sieht so aus, dass die Zürcher nicht aus Zufall oder Pech auf dem drittletzten Platz der Super League stehen. Im Fussball mögen Resultate manchmal schwierig zu erklären sein. Oft ist die Erklärung aber ganz einfach. Im Fall des FCZ lautet sie: Zürich stellt derzeit schlicht und ergreifend eines der drei schlechtesten Teams dieser Liga.
Das würde Hediger vielleicht nicht exakt so unterschreiben. Aber auch er weiss genau: In den letzten neun Spielen der Saison geht es ums nackte Überleben. Also gegen den Absturz auf den Barrage-Platz: «Wir müssen die Distanz gegen hinten wahren. Aber wir sind davon abhängig, dass die anderen Teams hinter uns nicht zu viel punkten.»
Viel gibt es nicht, woraus die Zürcher Glauben ziehen können. Gegen Lausanne konnten sie sich wenigstens noch selber kasteien für eine erste Halbzeit, die auf vielen Ebenen jeder Beschreibung spottete. Danach wurde über Einstellung, Basics und die Mentalität geredet. Dinge, die geändert werden können.
Aber in Genf? Da rennen die Zürcher alle brav ihre Kilometer. Sie grätschen, sie blocken. Aber sie sind trotzdem nicht gut genug, um gegen ein Team zu bestehen, das bei Anpfiff sieben Spiele ohne Sieg aneinandergereiht hat.
Das muss besonders wehtun. Das – und die Pfiffe, die es nach Spielschluss von den mitgereisten FCZ-Fans gibt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |
