Fünf Klubs kassieren ab
So viel Geld bekommen Schweizer Klubs für ihre EM-Spieler

Fünf Super-League-Klubs haben in den letzten Wochen Spieler für die EM in Deutschland abgestellt. Warum Lugano am meisten kassiert, aber am Ende trotzdem auf viel Geld verzichten muss.
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Renato Steffen ist während der gesamten EM nur eine Minute im Achtelfinal gegen Italien zum Einsatz gekommen. Geld bekommt der FC Lugano trotzdem.
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Lucas WerderReporter Fussball

Kein Klub hat mehr Spieler für das EM-Turnier abgestellt als Manchester City. Gleich 14 Profis der Skyblues kickten in den letzten Wochen in Deutschland. Dafür wird der englische Meister von der Uefa entsprechend entschädigt. Pro Tag und Spieler fliessen umgerechnet 10'000 Franken in die Klubkassen. Geld gibts für den Zeitraum von zehn Tagen vor dem ersten Gruppenspiel bis zum Tag nach dem Ausscheiden. Im Fall von ManCity kommen so etwa 4,4 Millionen Franken zusammen.

Für Schweizer Klubs schaut deutlich weniger heraus. Im Transfer Matching System der Fifa, an dem sich die Uefa orientiert, gehört die Super League nur zur Fifa-Kategorie 2. Klubs aus dieser Kategorie erhalten für einen abgestellten Spieler nur noch 6670 Franken pro Tag, also ziemlich genau zwei Drittel der 10'000 Franken.

Luzern bekommt Geld für Ex-Spieler Jashari

Am meisten kassiert der FC Lugano, der mit Renato Steffen (Schweiz) und Zan Celar (Slowenien) als einziger Klub zwei EM-Fahrer stellte. Dass beide zusammen nur auf eine Einsatzzeit von 65 Minuten kommen, spielt bei den Entschädigungen keine Rolle. Insgesamt fliessen so etwas mehr als 400'000 Franken auf das Konto der Tessiner.

Geld gibt es auch für Basel, GC, Luzern und Servette. Der FCB bekommt für Gabriel Sigua (Georgien) 160'000 Franken, die Hoppers für die Abstellung ihres Captains Amir Abrashi (Albanien) 140'000 Franken. Obwohl Ardon Jashari neu für Brügge aufläuft, erhält auch der FC Luzern Geld für seinen ehemaligen Spieler. Es ist davon auszugehen, dass der Mittelfeldspieler bis und mit dem 30. Juni bei den Innerschweizern angestellt war. So würde eine Summe von etwa 140'000 Franken zusammenkommen.

Wie viel Geld Servette für Ex-Spieler Bendeguz Bolla (Ungarn) einstreicht, ist nicht ganz klar. Zum einen stellt sich die Frage, wann Bollas Leihvertrag mit den Genfern zu Ende gegangen ist. Und zum anderen, welches Datum die Uefa als Ausscheidungsdatum der Ungarn wertet. Das letzte Gruppenspiel gegen Schottland (1:0) fand am 23. Juni statt. Dass es Ungarn nicht mehr als einer der vier besten Gruppendritten in den Achtelfinal schaffen wird, aber erst am 26. Juni. Am Ende dürfte Servette wohl einen Betrag zwischen 135'000 und 153'000 Franken bekommen.

Wird die EM für Lugano zum Minusgeschäft?

Die Schweizer Klubs müssen in den kommenden Wochen über den Verband einen Antrag für die EM-Entschädigungen stellen. Die Auszahlung durch die Uefa soll im 4. Quartal folgen. Vor allem für den FC Lugano könnte die EM-Teilnahme seiner Spieler am Ende sogar ein Minusgeschäft werden. Renato Steffen wird im Tessin erst am 24. Juli aus den Ferien erwartet. Bis dahin werden die Bianconeri aber bereits das erste Super-League-Spiel gegen GC sowie das Hinspiel in der Champions-League-Quali gegen Fenerbahce Istanbul bestritten haben.

Setzt sich Lugano in der 2. Quali-Runde gegen den türkischen Vertreter durch, ist die Teilnahme an der Gruppenphase der Conference League bereits gesichert. Das würde dem Vizemeister auf einen Schlag rund 3,2 Millionen Franken Prämie einbringen. Also fast 15-mal so viel Geld, wie Lugano von der Uefa für die EM-Abstellung von Steffen (220'000 Franken) erhält. Gut möglich, dass man deshalb für die kapitalen Duelle lieber den Schlüsselspieler dabei haben würde.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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