Dennis Hediger lüftet nach der Partie ein Geheimnis: Linksverteidiger Livano Comenencia MUSS nicht bei Ballbesitz ins zentrale Mittelfeld. Er DARF: «Weil er bei Curaçao als Sechser spielt.»
Das klingt ja nett. Aber vielleicht wäre es im Abstiegskampf besser, wenn Comenencia erst einmal seine Aufgaben als Linksverteidiger erledigen würde? In den ersten Minuten des Spiels ist seine linke Seite ein einziges Chaos. Und die gesamte Zürcher Defensive müsste eigentlich ihre Siegprämie an Andrin Hunziker, Théo Golliard und Alexandre Jankewitz weiterreichen, die das nicht bestrafen.
Danach allerdings fängt sich die Abwehrreihe. Was auch daran liegt, dass mit Alexander Hack ein Routinier im Abwehrzentrum spielt, dessen Ruhe positiv auf seine Nebenleute ausstrahlt. David Vujevic gelingt so ein solides Spiel. Lindrit Kamberi darf endlich wieder der bissige Zweikämpfer sein, der sich auf seine Leistung konzentrieren kann. Goalie Silas Huber mischt eine wichtige Parade gegen Hunziker mit einem äusserst wilden Ausflug aus dem eigenen Strafraum und darf schliesslich erstmals zu null spielen.
Das Zentrum mit Nelson Palacio, Cheveyo Tsawa und Bledian Krasniqi (Assist zum 2:0) beweist aufsteigende Form. Und auf dem rechten Flügel gelingt Nevio Di Giusto wie schon in Basel offensiv ein gutes Spiel. Schön, dass sein Bruder Matteo auf der Tribüne sitzt, als Nevio der erste Treffer in der Super League gelingt. Und das, nachdem er im Sommer bereits aussortiert war.
Im Sturm ist Philippe Kény eine Wucht. Und wenn er Freistösse so versenkt wie in der 98. Minute, darf er auch mal einen Penalty verschiessen.
Hinweis:
Di Giusto bis 64., Tsawa bis 74., Palacio bis 74. und Emmanuel bis 87. Minute.
Kablan ab 64., Reverson ab 74., Bangoura ab 74. und Fischer ab 87. Minute – alle zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Und so haben die Winterthur-Spieler abgeschnitten
Es ist ein grausamer Abend für die Winterthurer. Vorne überbietet sich Stürmer Andrin Hunziker darin, allerbeste Chancen auszulassen. Hinten patzt Teenager Rhodri Smith. Und in der Mitte ist Pajtim Kasami nie der Leader, der er eigentlich sein müsste.
Patzt dann auch noch Goalie Stefano Kapino und lässt sich beim 0:2 in der nahen Ecke erwischen, ist die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Kapino rettet sich mit einem gehaltenen Penalty gerade noch auf die Vier. Der Rest der Abwehr ist schlecht bis maximal ungenügend.
Als Trainer Patrick Rahmen nach dem Spiel gefragt wird, ob er etwas Positives mitnehmen könne, sagt er: «Da nehme ich lieber Dinge aus den letzten beiden Spielen gegen Lausanne und Lugano.» Das sagt alles über die Leistung seiner Spieler. Die reicht schlicht nicht für die Super League.
Hinweis:
Smith bis 46., Durrer bis 56., Golliard bis 74., Sidler bis 74. und Jankewitz bis 86. Minute.
Maksutaj ab 46., Kryeziu ab 56., Maluvunu ab 74., Buess ab 74. und Diaby ab 86. Minute – Maluvunu, Buess und Diaby zu kurzer Einsatz für eine Berwertung.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 23 | 24 | 52 | |
2 | FC St. Gallen | 23 | 15 | 42 | |
3 | FC Lugano | 24 | 11 | 42 | |
4 | FC Basel | 23 | 9 | 39 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 24 | -3 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 23 | 2 | 29 | |
8 | FC Zürich | 24 | -9 | 28 | |
9 | FC Luzern | 24 | -2 | 27 | |
10 | Servette FC | 24 | -7 | 26 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 24 | -12 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 23 | -34 | 14 |

