Ja, es ist ein bemühter Auftritt der Winterthurer in ihrem Spiel der allerletzten Chance. Aber wenn dann keiner wirklich gut ist, wird es halt schwierig mit dem Nicht-Abstieg. Über eine genügende Note schafft es beim 2:2 gegen den FCZ keiner.
Nishan Burkart, Pajtim Kasami und Théo Golliard zeigen zwar alle gute Ansätze. Aber Burkart taucht nach starkem Beginn zu rasch ab, obwohl gegen Gegenspieler Selmin Hodza sicher mehr möglich wäre. Kasami schiesst ein wunderbares Tor zum 1:1, hat aber viel zu viele Fehlpässe. Und Golliard lässt seine starke Technik immer wieder mal aufblitzen, kann das Offensivspiel aber zu wenig mit Kreativität füllen.
Und hinten streuen die Winterthurer halt immer wieder zu viele Fehler ein. Rhodri Smith hinten links ist von Anfang an überfordert und sieht dann auch beim 0:1 nicht gut aus. Sein Ersatz Souleymane Diaby macht nach der Pause fast genau so weiter und verursacht einen Handspenalty.
Im Zentrum machen Stéphane Cueni und Alexandre Jankewitz zu wenig aus ihrer Wasserverdrängung. Und vorne im Sturm ist Andrin Hunziker gegen Ende der Saison wohl schlicht überspielt. Auch wenn er ganz am Ende wenigstens noch den Penalty verwandelt.
Bleibt als Positives, dass die Innenverteidigung mit Loïc Lüthi und Remo Arnold solide wirkt. Aber das kommt für die Winterthurer zu spät in der Saison.
Hinweis: Smith bis 46., Rohner bis 70. Burkart bis 70., Cueni bis 70., Kasami bis 78. – Diaby ab 46. (3), Ulrich ab 70., Schneider ab 70., Buess ab 70., Maksutaj ab 78.
Und so haben die FCZ-Spieler abgeschnitten
Andere wären durch das stete Rein und Raus verunsichert: Silas Huber aber spielt gegen Winterthur, als hätte es beim FCZ nie eine Goaliediskussion gegeben. Er rettet gegen Andrin Hunziker, gegen Fabian Rohner und gegen Alexandre Jankewitz stark und verhindert damit eine mögliche Niederlage.
Vor ihm ist das Duo Alexander Hack/Lindrit Kamberi das erwartet robuste Innenverteidiger-Duo. Dafür hat Rechtsverteidiger Selmin Hodza gegen den wendigen Nishan Burkart lange Mühe. Sebastian Walker auf der anderen Seite wird etwas weniger gefordert.
Cheveyo Tsawa darf endlich wieder im Zentrum spielen und macht sich eine bessere Note durch den etwas ungeschickten Einsatz zunichte, der tief in der Nachspielzeit zum 2:2 führt. Nelson Palacio ist gewohnt gegen den Ball stark – und hat mit dem Ball selber kaum etwas zu tun. Nevio Di Giusto soll den Zehner geben – und darf nach seiner Auswechslung bei Bledian Krasniqi anschauen, was man auf dieser Position alles bewegen könnte.
Auf links gibt sich Ivan Cavaleiro mal wieder rätselhaft: Warum hat einer mit seinen Fähigkeiten so verdammt wenig Einfluss aufs Spiel? Rechts zeigt Juan José Perea, dass er kein geborener Flügel ist – und schiesst dann aus Mittelstürmer-Position das 1:0.
Und ganz vorne sollte Philippe Kény erst auf der Bank Platz nehmen, obwohl er doch FCZ-Topskorer ist. Der Stürmer spielt nur, weil sich Damienus Reversion beim Warmmachen verletzt. Und bedankt sich für das offenbar nicht so richtig vorhandene Vertrauen mit einem Assist zum 1:0 und dem Penalty zum zwischenzeitlichen 2:2.
Hinweis: Di Giusto bis 61., Walker bis 61., Perea bis 70., Hodza bis 70., Cavaleiro bis 86. – Krasniqi ab 61., Sauter ab 61., Emmanuel ab 70., Comenencia ab 70., Vujevic ab 86. (alle zu Kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
5 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |

