Erwartungen nicht erfüllt
Diese Entlassung tut beim FCB allen weh

Ludovic Magnin muss beim FCB nach einer bislang enttäuschenden Saison gehen. Trotzdem wird man ihm in Basel mehr nachtrauern als Vorgänger Fabio Celestini, glaubt Fussball-Reporter Lucas Werder.
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Ludovic Magnin ist seinen Job als FCB-Trainer nach nur sieben Monaten los.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Basel trennt sich am 26. Januar 2026 von Trainer Magnin
  • Trotz Spielerunterstützung und gutem Verhältnis enttäuschte Magnin sportlich deutlich
  • Nur sieben Monate als Trainer trotz Stuckis Treuebekundung im Dezember 2025
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Lucas WerderReporter Fussball

Warum ausgerechnet jetzt? Im Dezember hatte FCB-Sportchef Daniel Stucki noch öffentlich erklärt, dass Ludovic Magnin «richtige Trainer für den FC Basel» sei. Keine Diskussion. Wäre man nicht von der Arbeit des Lausanners überzeugt gewesen, hätte man ihn schon in der Winterpause vor die Tür gestellt.

Dass Stucki nur drei Partien später doch die Reissleine zieht, hat trotzdem seine Gründe. Gegen Pilsen (Europa League), Thun (Super League) und St. Gallen (Cup) geht es innerhalb einer Woche gleich in drei Wettbewerben ums nackte Überleben.

Spätestens nach der Grusel-Halbzeit gegen Salzburg ist man in der FCB-Chefetage der Meinung, dass ein neuer Mann an der Seitenlinie die Chancen erhöht, nicht alle drei Saisonziele auf einmal zu verpassen.

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Doch trotz der enttäuschenden sportlichen Bilanz ist es ein Entscheid, der allen Beteiligten schmerzt. Natürlich Ludovic Magnin, der den prestigeträchtigsten Job seiner Trainerkarriere nach nur sieben Monaten wieder los ist. Aber auch Präsident David Degen, der ein freundschaftliches Verhältnis zu seinem ehemaligen Nati-Kollegen pflegt. Und natürlich Sportchef Daniel Stucki, der sich nun vorwerfen lassen muss, im Sommer den falschen Trainer verpflichtet zu haben.

Wobei die Verpflichtung von Magnin nicht auf allen Ebenen als ein Missverständnis zu bewerten ist. Spielerisch und vor allem ergebnistechnisch hat er die hohen Erwartungen nie erfüllen können. Der Mensch Magnin hat beim FCB aber durchaus überzeugt.

Trotz Krise hat auch hinter vorgehaltener Hand nie jemand ein schlechtes Wort über den scheidenden Trainer verloren. Ganz anders als bei Vorgänger Fabio Celestini, dem trotz zwei Titeln niemand eine Träne nachgetrauert hat, als sich dieser im Sommer nach Moskau verabschiedete.

Anders als Celestini hat Magnin die Spieler immer hinter sich gehabt – allen voran Xherdan Shaqiri. Dieser äusserte sich vor dem Rückrundenstart im Blick-Interview auffällig positiv zu seinem Trainer. «Ich denke, die ersten Monate haben gezeigt, wie gut es mit Ludo funktionieren kann», so der FCB-Captain.

Genau das haben sich in Basel alle gewünscht. Doch drei Spiele nach Stuckis Treueschwur sind alle Wunschträume Makulatur. Darum ist die Trennung von Magnin umso schmerzvoller.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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