Die Pressekonferenz mit dem neuen GC-Trainer Peter Zeidler (63) beginnt mit einer kleinen Verspätung. Dann aber strahlen Hoppers-Sportchef Alain Sutter (58) und sein alter Weggefährte aus St. Galler Zeiten fast um die Wette. Dabei ist die Lage beim Rekordmeister aufgrund der sportlichen Situation sehr ernst.
Auf die Frage, wie er die Mannschaft taktisch aufstellen will, geht der neue Mann an der Seitenlinie gar nicht ein. Viel wichtiger ist es für ihn – das betont Zeidler während der ganzen PK –, dass es ihm gelingen muss, das Team zusammenzuschweissen und so Euphorie zu entfachen für die Barrage. Für die man sich allerdings «zuerst noch qualifizieren muss», wie der Deutsche betont. Euphorie, die bei GC zuletzt so gar keine mehr vorhanden war. Sehr grosszügig gezählte 4665 Fans waren am Sonntag noch im Letzigrund beim Match gegen Servette.
Alain Sutter erklärt, dass er von Zeidlers Energie und Leidenschaft überzeugt sei und sich deshalb für ihn als neuen GC-Trainer entschieden hat. Dass Sutter und Zeidler bereits in St. Gallen zusammengearbeitet haben, war ebenfalls ein Faktor. Die beiden führten offenbar bereits vergangenen Sommer Gespräche und haben entschlossen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für die Verpflichtung ist. «Die Zeit war damals noch nicht reif», sagt Zeidler. Und fügt mit einem Augenzwinkern an: «Jetzt ist die Situation offenbar schwierig genug.»
Auch das leidige Thema des nach wie vor nicht vorhandenen Barrage-Stadions für die Hoppers ist bei der Pressekonferenz noch ein Thema. Demnach ist jetzt eine neue Lösungs-Variante auf dem Tisch: Gemäss Sutter könnte das Hinspiel beim mit dem Aufstiegsaspiranten aus der Challenge League um einen Tag verschoben werden. «Wir prüfen alle Möglichkeiten.»
Schlusswort
Wie während der gesamten PK betont Zeidler nochmal das Team in seinem Schlusswort: «Das Zauberwort heisst Team».
Zeidler involviert in Transfers
Alain Sutter: «Wir haben noch nicht darüber gesprochen. Bei St. Gallen haben wir das immer gleich gehandhabt und so werden wir das auch hier handhaben.» Sutter betont, dass er noch nie ein Spieler geholt hat, den er wollte und umgekehrt auch nicht. Die Transfer werden in gemeinsamer Absprache getätigt.
Stadionproblematik: Wird Barrage verschoben?
«Wir prüfen alle Möglichkeiten. Und auch das (eine Verschiebung, Anm. der Redaktion) ist eine Möglichkeit», sagt Alain Sutter über den Barrage-Termin.
Abschied von Lausanne
Der neue GC-Trainer betont, wie wichtig es für ihn war, sich von der Mannschaft bei Lausanne verabschieden zu können. «Es war emotional. Aber es freut mich, dass ich ein paar liebe Whatsapp-Nachrichten bekommen habe.»
Zeidler über die Barrage
Scherzend auf die Frage, welchen Barrage-Gegner sich Zeidler wünscht, sagt der Trainer: «Yverdon», erläutert danach aber, dass er sich auf die Mannschaft konzentrieren möchte und keine Gegner-Vorlieben hätte. Und er sagt auch: «Den ersten Schritt müssen wir noch machen und zwar uns für die Barrage qualifizieren.»
Trainer über Taktik
Zeidler möchte noch nicht über technische Taktik-Details sprechen. Für ihn steht im Vordergrund, wie er das Team zusammenschweissen kann. Besonders die Barrage steht dabei im Fokus.
Zeidler über Reibungen
«Man weiss, was man am anderen hat», sagt Zeidler auf die Frage, ob es zwischen Sutter und ihm schon zu Meinungsverschiedenheiten kam. Er bestätigt, dass sie nicht immer gleicher Meinung sind, aber es nie eskalierte.
Sutter über Zeit nach Freistellung in St. Gallen
Sutter erklärt, dass er nach seiner Freistellung bei St. Gallen den Kontakt zu allen Vereinskollegen vorerst abgebrochen hatte – einschliesslich Peter Zeidler.
Keine Pause
Zeidler: «Ich habe mich nicht dabei gesehen, ohne Job weiterzumachen.» Der neue GC-Trainer betont dabei nochmal das Timing und dass die Zeit genau jetzt reif sei, um bei den Zürchern gleich weiterzumachen.
Trennung mit Lausanne
«Ich habe jeden Tag im Waadtland gut gefunden. Ich hatte in den letzten Tagen etwas Abschiedsschmerz.» Zurückblickend auf seine Zeit bei Lausanne hebt Zeidler besonders die Spiele auf europäischer Bühne hervor. Über die Trennung verspürte der neue GC-Trainer Groll, relativiert diesen aber.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |

