Foto: Andy Mueller/freshfocus

Edelfan über Krisenklub
Kilchsperger schreibt offenen Brief an GC-Anhänger

GC-Edelfan Roman Kilchsperger (48) lässt die Krise seines Herzensvereins nicht kalt. Nach dem Pyro-Skandal in Sion sieht sich der Teleclub-Moderator zu einem offenen Brief an die GC-Fans gezwungen.
Kommentieren
1/6
Roman Kilchsperger ist grosser GC-Fan – hier guckt er sich am 27. Juli 2013 ein Spiel im Letzigrund an.
Foto: Blicksport

Liebe GC-Fans!

Sie sagen, Ihr habt Scheisse gebaut. Ist auch so. Knaller und Böller führen zu gar nichts mehr. Demonstrationen laufen heute anders. Man geht zum «Bastel-Peter» und kauft dort alles was man braucht für Papierblumen und Pomponhäschen. Danach reicht man sich die Hände, zottelt durch die Strassen und rettet die Welt vor dem kranken Klima. Auf sowas stehen die Leute heutzutage.

Für diese chice Art von Kundgebung hattet Ihr am Samstag keine Nerven mehr. Greta Thunberg hat im Tourbillon auch nichts verloren. Eure Welt wird schliesslich nicht von Kreuzfahrtdampfern zerstört – Euer Klimaproblem ist ein Anderes. Viele Jahre Leiden. Verbitterter Stolz. Ohnmacht. Schwindende Hoffnung auf Fortschritt. Endloses Siechtum. Und die Tränen dieses langen Schmerzes spiegeln sich eben nicht in farbigen Regenbogen, sie werden zu schäbigem Hass. Hass auf die Spieler, Wut auf jene, die den Verein scheinbar fürsorglich in den Tod begleiten.

Nach 7 Spielen mit einem Punkt habt Ihr Treusten es am 2. März noch friedlich versucht. «Greta-like». Habt die Kurve auf die Haupttribüne gezügelt. «Mir sind GC, wer sind ihr!?» gellte es im Stadion. Die nette Idee, mit den Klub-Bossen ins Gespräch zu kommen. Sie verpuffte an den Trenchcoats der Angeflehten, die am liebsten nichts mit ihrem Anhang zu tun hätten. Bierbecher-Allergie oder sowas. Sie haben nun die Rechnung. Die Revolte in Sion.

Der Treibhass-Ausstoss pro GC-Fan liegt irgendwo bei zehn Tonnen. Was nicht nur die planetare sondern auch die präsidiale Belastbarkeitsgrenze deutlich sprengt. Stefan Anliker sprach am TV von «wilden Tieren». Seine Spieler konnte er damit nicht gemeint haben. Erstmals wirkte er richtig angewidert. Was seltsamerweise lustig wirkte. So fühlt der Fan seit vielen Saisons.

Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob das Klima in Niederhasli noch zu retten ist. Ist es nicht.

Bis Saisonende stellt sich bloss noch die Anstandsfrage. Und diese muss die Kurve nun bestehen.

Ohne Pyro. Ohne Papierblumen. Ohne Wenn und Aber.

Roman

Hier werfen die GC-Chaoten Pyros aufs Spielfeld
0:10
Riesenskandal in Sion:Hier werfen GC-Chaoten Pyros aufs Spielfeld

 

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
7
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
8
Servette FC
Servette FC
33
0
40
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
10
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen