Der Wunsch des FCB-Routiniers bleibt unerfüllt
Michael Langs Abgang wirft Fragen auf

Der FC Basel und Michael Lang haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt, nachdem der Rechtsverteidiger monatelang nur noch die Reservistenrolle innehatte. Doch der Zeitpunkt der Trennung wirft Fragen auf.
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Michael Lang wird in Zukunft nicht mehr in Rotblau auflaufen.
Foto: freshfocus
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Lucas WerderReporter Fussball

«Mein Wunschszenario wäre, beim FCB eine gute Vorbereitung zu spielen und am ersten Spieltag als Stammspieler auf dem Platz zu stehen», hatte Michael Lang (33) Ende Mai nach dem letzten Saisonspiel gegen Yverdon erklärt.

Daraus ist nichts geworden. Nachdem er zum Saisonauftakt gegen Lausanne (2:3) 90 Minuten auf der Bank gesessen ist, hat der FCB am Donnerstagabend die Vertragsauflösung mit dem Routinier bekannt gegeben.

Insgesamt 221 Pflichtspiele hat Lang für seinen FCB bestritten, allerdings nur ganze 14 in der vergangenen Saison. Zuvor jahrelang unumstrittene Stammkraft auf der rechten Abwehrseite spielte der Ostschweizer zuerst unter Heiko Vogel und dann auch Fabio Celestini plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Und das nur einige Monate, nachdem er seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hatte.

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Lang absolvierte die ganze Saisonvorbereitung

«Da sich die Situation auch in der neuen Saison wohl nicht gross verändert hätte, sind wir auf Mike zugegangen und haben ihm die Vertragsauflösung angeboten», so Sportchef Daniel Stucki in einer FCB-Mitteilung. Ein verständlicher Schritt, wenn man nicht mehr mit einem Spieler plant. Warum dieser aber nicht in der Sommerpause erfolgt ist, sondern ein paar Tage nach dem ersten Saisonspiel, wirft Fragen auf.

Zumal Lang im Gegensatz zum aussortierten Jean-Kévin Augustin (27) die gesamte Vorbereitung mit dem Team absolviert hat und in drei von vier Testspielen zum Einsatz gekommen ist. Möglich, dass man einen verdienten Spieler nicht einfach aus dem Kader streichen wollte. Oder dass selbst Lang erst einer Vertragsauflösung zustimmen wollte, wenn sich eine geeignete Zukunftslösung abzeichnen sollte.

«Ich bin natürlich traurig»

Trotzdem hat die jetzige Trennung einen faden Beigeschmack und wirkt zumindest gegen aussen so, als hätte Lang gar nie mehr eine faire Chance erhalten. «Ich bin natürlich traurig, dass wir nun am Ende zu diesem Entscheid kamen», wird er in der Mitteilung zitiert. Eine Aussage, die keine Zweifel daran lässt, dass er sich seinen Abgang anders vorgestellt hat.

Lang selbst hat sich während seiner schwierigen Zeit in Basel immer professionell verhalten. Erst nach seinem ersten Startelf-Einsatz seit neun Monaten äusserte er sich Ende Mai öffentlich zu seiner Situation und seiner möglichen Zukunft beim FCB.

«Meine Idee war immer, dass das mein letzter Vertrag ist. 34 wäre ein gutes Alter, um aufzuhören. Darum wäre es schön, wenn es so kommt, wie ich mir das immer gewünscht habe», so Lang über seine Zukunft. Dieser Wunsch hat ihm der FCB nicht erfüllt.

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