«Der Motor stottert inzwischen»
«Turbo-Ruedi» wird 70!

Man nannte ihn «Turbo-Ruedi», und er war einer der besten Flügelstürmer seiner Zeit. Am Samstag feiert Ruedi Elsener seinen 70. Geburtstag.
Publiziert: 18.02.2023 um 11:00 Uhr
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Aktualisiert: 18.02.2023 um 13:26 Uhr
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Ruedi Elsener wird am Samstag 70 Jahre alt.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Ruedi Elsener war schnell. So schnell, dass er von seinem Mitspieler bei Eintracht Frankfurt und Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz «Charly» Körbel (602 Spiele) den Spitznamen «Turbo-Ruedi» kriegte. Den Einfall hatte dieser bei einem Spiel gegen Bielefeld. «Dort gab es eine Tartanbahn ums Feld. Ich hatte ein Laufduell, mein Gegenspieler hat mich rausgecheckt. Da bin ich einfach auf der Tartanbahn weitergelaufen und weiter vorne wieder ins Feld gesprintet. Danach war ich der Turbo», erzählt Elsener.

Stolz ist er auf den Namen noch heute. «Es ist immer lustig, wenn man so benannt wird.» Allerdings: «Der Turbo stottert inzwischen», meint Elsener lachend. Heute feiert der Ex-Nati-Stürmer (48 Länderspiele) seinen 70. Geburtstag. Zur Ruhe sei der Motor aber noch lange nicht gekommen. «Meine Enkel kontrollieren mich, ob ich noch fit bin.»

Früher bekundeten viele Verteidiger grosse Mühe, ihn zu kontrollieren. Schliesslich gehörte er damals zu den besten Flügelstürmern. Den Durchbruch schaffte Elsener, der in der Stadt Zürich aufgewachsen ist, bei GC. Als 18-Jähriger durfte er schon bei den Profis ran. Anders als heute war das eine Ausnahme.

Bigi Meier gab ihm eine Ohrfeige

«Die älteren Spieler musste ich alle siezen.» Man musste sich bei den Grossen mit Arbeit und Fleiss Respekt verschaffen. Zu wild durfte man aber auch nicht ans Werk gehen. «Einmal trampte ich in einem Trainingsspiel Bigi Meier auf den Fuss, und prompt gab er mir eine Ohrfeige.»

Diese Episode war schnell vergessen. Schliesslich zeigte Elsener schnell, was er konnte. Und GC war erfolgreich. Speziell in Erinnerung ist ihm die Saison 1977/78 geblieben. Unter dem deutschen Trainer Helmuth Johannsen holten die Hoppers den Meistertitel und scheiterten im Uefa-Cup erst im Halbfinal an Bastia.

Nach dieser Saison zog es Elsener zu Frankfurt. Ein Jahr blieb er am Main, bevor es ihn wieder nach Zürich zog. Allerdings nicht zu GC, sondern ausgerechnet zum Stadtrivalen FCZ. «Der Anfang war schwer», gibt der Vater von drei Kindern zu. Erfolge gab es auch auf der anderen Seite der Gleise zu feiern. Zusammen mit dem Rumänen Mihai Tararache (45) ist er der Einzige, der mit beiden Zürcher Klubs einen Meistertitel feiern konnte.

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Wem er für das bevorstehende Derby am Sonntag die Daumen drückt, lässt Elsener offen. «Beide Klubs liegen mir am Herzen.» Viel wichtiger ist an diesem Wochenende aber sein runder Geburtstag. «Ich wünsche mir, dass meine Liebsten und ich gesund bleiben.» Dem schliessen wir uns an. Happy Birthday, «Turbo-Ruedi»!

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