Alarmstufe Rot in Österreich
Salzburger Polizei warnt vor FCB-Fans – aber warum?

Das Spiel zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Basel gilt als eines mit hohem Risiko. Die Frage aber bleibt, weshalb das so ist.
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Wie hier in Freiburg sind die FCB-Fans jeweils sehr zahlreich an den Auswärtsspielen vertreten.
Foto: IMAGO/Steinsiek.ch
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Florian RazReporter Fussball

Alarmstufe Rot in Salzburg. Aber warum? Vor dem Spiel des FC Basel bei Red Bull rechnen die Salzburger Behörden mit «wenigen Hundert gewaltbereiten» Basler Anhängern. Das Spiel gilt darum als eines mit hohem Risiko. Stellt sich nur die Frage, wie die Österreicher auf diese Idee kommen?

Laut Blick-Informationen hat die Basler Polizei ihren Salzburger Kollegen keinesfalls eine grosse Zahl gewaltbereiter Basler angekündigt. Das würde sich auch nicht mit den Erfahrungen in der aktuellen Europa-League-Kampagne decken. Während es beim Heimspiel gegen Stuttgart eine Schlägerei im St.-Jakob-Park gab, blieben die Auswärtsspiele der Basler friedlich.

Sowieso ist unklar, woher nun eine grosse Menge gewaltbereiter Basler auftauchen soll. Es dürfen bloss 1500 FCB-Fans ihre Farben in Salzburg unterstützen. So viele, wie der Gästesektor Plätze hat. Mehr Tickets gab es nicht, weil die Salzburger verhindern wollen, dass sich die Fanlager auf den Tribünen mischen. Platz hätte es genug im restlichen Stadion: Es werden bloss 9000 Zuschauende erwartet.

Solidaritäts-Bekundung mit der alten Salzburger Austria

Unbestritten ist, dass Red Bull bei den organisierten FCB-Fans ein rotes Tuch ist. Seit Austria Salzburg nach dem Kauf durch den Dosen-Konzern Namen und Vereinsfarben gewechselt hat, gilt RB unter Traditionalisten als Retortenklub. Als Basel 2014 in Salzburg spielte, kam es darum zu einer Solidaritäts-Bekundung mit den Fans der alten Salzburger Austria: Im Basler Sektor wurden violette Rauchtöpfe gezündet – die Farbe der Austria. Später musste das Spiel für knapp 15 Minuten unterbrochen werden, weil aus dem Basler Sektor Gegenstände aufs Spielfeld geflogen kamen.

Möglich, dass es auch am Donnerstag wieder Proteste gegen das Konstrukt Red Bull aus der Basler Kurve geben wird. Dass aber eine marodierende Bande durch Salzburg zieht? Das halten die Fachleute für äusserst unwahrscheinlich.

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