«Ich kriege heute noch Gänsehaut, wenn ich das Tor sehe»
11:43
«Kriege heute noch Gänsehaut»:Vor 30 Jahren änderte sich Georges Bregys Leben

WM-Held Bregy erinnert sich an 1994
So verrückt war der letzte Schweizer WM-Trip in die USA

Nach 1994 fährt die Nati im kommenden Jahr zum zweiten Mal an eine WM nach Nordamerika. Georges Bregy, einer der grossen Schweizer Helden von damals, blickt zurück.
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Georges Bregy jubelt an der WM 1994 in den USA.

Darum gehts

  • Schweizer Nati qualifiziert sich für WM 2026 in Nordamerika
  • Georges Bregy erinnert sich an WM 1994 als grösstes Karriereabenteuer
  • Über 73'000 Fans beim Eröffnungsspiel gegen USA im Silverdome Detroit
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lucas WerderReporter Fussball

32 Jahre nach der letzten WM in den USA hat sich die Nati wieder für eine Endrunde in Nordamerika qualifiziert. Doch während es dieses Mal die sechste WM-Teilnahme in Serie sein wird, bedeutete das Turnier 1994 für die Schweiz das Ende einer langen Durststrecke. Seit 1966 hatte man darauf gewartet, sich endlich wieder einmal für eine WM zu qualifizieren.

Einer der ganz grossen Helden, die dafür sorgten, dass die Schweiz endlich wieder an ein grosses Turnier fuhr, war Georges Bregy (67). «Das war das grösste Abenteuer meiner Karriere», sagt der Walliser über den WM-Trip in die USA. Es sei eine riesige Ehre gewesen, einer der Spieler zu sein, der die Schweiz zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder an eine WM vertreten durften. «Das war für mich noch viel mehr als die Erfüllung eines Traums», so Bregy.

Nati muss sich ausserhalb von Stadion einwärmen

Im Silverdome von Detroit geht es im ersten Spiel vor über 73'000 Fans ausgerechnet gegen Gastgeber USA. Eine Kulisse, die Bregy und seinen Teamkollegen beflügelt habe. «Wir hatten damals nicht viele Söldner im Team. Für die heutigen Nati-Spieler, die fast alle im Ausland spielen, ist es schon fast selbstverständlich, vor so vielen Zuschauenden zu spielen», so Bregy. Teilweise habe es während des Turniers sogar mehr Schweizer Fans in den Stadien gehabt als in den Quali-Spielen in der Heimat.

Dass die Schweiz im Eröffnungsspiel bestreiten darf, ist allerdings auch mit etwas besonderen Umständen verbunden. «Wir hatten uns bereits aufgewärmt, als wir den Platz 45 Minuten vor Anpfiff wieder verlassen mussten, damit die Eröffnungszeremonie durchgeführt werden konnte», erzählt Bregy. Die Mannschaften hätten sich dann ausserhalb des Stadions warm gehalten.

Die etwas ungewöhnliche Vorbereitung lässt den Routinier aber kalt. Damals bereits 36-jährig schiesst er die Schweizer kurz vor der Pause mit seinem legendären Freistosstreffer mit 1:0 in Führung. Noch heute wird Bregy emotional, wenn er über sein Tor spricht. «Unglaublich», sei das gewesen. Das Duell mit den USA endet schliesslich 1:1.

Sightseeing mit Blaulicht-Eskorte

Nach dem zweiten Gruppenspiel, in dem der Nati beim spektakulären 4:1 gegen Rumänien der erste WM-Sieg seit 28 Jahren gelingt, geht es für die Schweizer von Detroit nach Stanford in der Nähe von San Francisco. Nach dem 0:2 gegen Kolumbien, das aber für den Achtelfinal-Einzug reicht, führt der WM-Trip nach Washington, D.C. – also wieder in die genau andere Richtung zurück. «Das war schon eine Herausforderung mit unterschiedlichen Zeitzonen, unterschiedlichen Temperaturen und unterschiedlichen Witterungsbedingungen», blickt Bregy zurück.

In der Hauptstadt erlebt der Mittelfeldspieler den für ihn eindrücklichsten USA-Moment ausserhalb des Fussballplatzes. «Wir haben mit dem Mannschaftsbus eine Sightseeing-Tour durch die Stadt gemacht», erzählt Bregy. «Dabei wurden wir die ganze Zeit von einer Blaulicht-Eskorte begleitet.»

Bregy war nie wieder in den USA

Kurz darauf endet das WM-Abenteuer für Bregy im Achtelfinal gegen Spanien (0:3). Der heutigen Nati traut es der WM-Held aber durchaus zu, sogar noch einen Schritt weiterzugehen. «Ich sehe viele Parallelen zum Team von damals. Auch wir hatten damals elf, zwölf, dreizehn Spieler, die das Fundament der Mannschaft bildeten», so Bregy. «Ich habe in dieser WM-Quali eine gefestigte und eingespielte Mannschaft gesehen, in der jeder Spieler für den anderen kämpft. Ich sehe eine unglaubliche Harmonie in diesem Team!»

Bregy selbst ist seit seinem WM-Abenteuer 1994 nie wieder in die USA gereist. «Es hat sich einfach nie mehr ergeben», sagt er. Vielleicht ändert sich das im kommenden Sommer, wenn nach 32 Jahren wieder eine Schweizer Nationalmannschaft an eine WM in Nordamerika reist.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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