Silvan Widmer lebt seinen Traum mit der Nati
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«Stolz und happy»:Silvan Widmer lebt seinen Traum mit der Nati

Widmer zu seinem ersten EM-Abenteuer
«Ich habe es verdient»

Vor den letzten beiden Endrunden hat Silvan Widmer (28) den letzten Cut nicht überstanden. Kurz vor Abflug musste er die Koffer packen und ab nach Hause. Nun hat es endlich geklappt.
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Endlich darf Silvan Widmer auch an einer Endrunde mit dabei sein.
Foto: TOTO MARTI
Eynat Bollag

Es war im Trainingscamp in Lugano vor drei Jahren. Die Nati gastiert im Nobelhotel Villa Sassa. Bereitet sich auf die bevorstehende WM in Russland vor. Kurz vor Abflug, als das Kader bekannt wird, ist es für einen besonders bitter. Silvan Widmer, damals noch Stammspieler bei Udinese, muss kurz vor Abflug nach Hause. Es ist das zweite mal innert zwei Jahren, dass ihm dieses Schicksal widerfährt.

Doch damals verlässt Widmer das Trainingscamp mit einer Kampfansage. Bevor er ins Auto steigt, sagt er auf dem Hotelparkplatz zu Blick: «In zwei Jahren bin ich dabei – hundertprozentig!».

Stolz und happy

Der Mann, mittlerweile beim FCB Stammspieler, hält Wort. Zwar sind es drei statt zwei Jahre. Die Gründe dafür, die kennen wir ja. Vor der EM 2021 hat es der Familienvater also endlich ins Kader für die Endrunde geschafft. Zum ersten Mal überhaupt. «Das macht mich natürlich sehr stolz und happy», sagt Widmer. «Ich glaube, ich habe diese Nominierung verdient». Eine riesen Überraschung sei die Botschaft allerdings nicht gewesen. Schliesslich habe er stets gute Leistungen gezeigt.

Nun ist er hinten Rechts aber nicht alleine unterwegs. Mit Kevin Mbabu (26) hat Nati-Coach Vladimir Petkovic (57) eine weitere Option. Kommen die beiden dennoch gut miteinander aus? Widmer: «Während dem Training sind wir schon Konkurrenten. Neben dem Platz verstehen wir uns aber sehr gut.»

Nächstes Ziel: Stamm-Elf

Widmer tut es gut, in der Nati zu sein. Besonders nach diesen stürmischen Monaten in Basel. Der 28-Jährige möchte dieses Argument aber nicht ins Zentrum stellen. Er sagt: «Unabhängig von der turbulenten Saison, die wir zweifellos hatten, freute ich mich wieder auf die Nati.» Auf die vielen guten Freunde, aber auch auf den höheren Rhythmus.

Für die EM erhofft sich Widmer nun möglichst viele Einsätze von Beginn weg. Das sei das nächste Ziel. Entscheiden muss das allerdings ein anderer.

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