Beim Medienauftritt vom Nati-Direktor Pierluigi Tami in Lausanne steht vor allem eine Personalie im Fokus: Noah Okafor. Der Offensivspieler wurde von Murat Yakin nicht für die kommenden WM-Qualifikationsspiele aufgeboten. Tami unterstützte diese Entscheidung deutlich. «Die Entscheidung von Murat ist richtig», erklärte er. Okafor habe ein schwieriges Jahr hinter sich, erst bei Milan und Napoli, nun komme er bei Leeds «langsam wieder in Fahrt». Dennoch sei jetzt «nicht der Moment für Experimente».
Tami betont jedoch, dass die Tür zur Nati für Okafor keineswegs geschlossen sei: «Wir können seine Qualitäten gut gebrauchen. Ich erwarte nun aber Geduld und Demut von ihm.»
Zudem will Tami verhindern, dass der Fall intern zu einem grossen Thema wird. «Im Moment steht die Mannschaft im Fokus und nicht Einzelpersonen.» Das sagt der gebürtige Italiener, weil die Bedeutung der bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele für den SFV sehr gross ist. «Es ist wichtig, dass wir uns auf der grossen WM-Bühne zeigen können.».
Die Teilnahme an einer WM sei nicht nur für den Fussball im Land, sondern auch finanziell zentral. Gleichzeitig bremst er aber die Erwartungen: «Wir müssen die Quali nicht bereits am Samstag auf sicher haben. Beide Spiele sind entscheidend.»
So gehts weiter
Das nächste Spiel für die Nati findet in Genf statt. Die Yakin-Elf spielt dann gegen Schweden und kann die WM-Qualifikation klarmachen. Angepfiffen wird das Spiel am Samstag um 20.45 Uhr im Stade de Genève. Das zweite Spiel dieses Zusammenzugs findet am Dienstag in einer Woche in Pristina gegen den Kosovo statt.