Nati-Captain Xhaka warnt vor dem Kosovo
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Nach Sieg gegen Schweden:Nati-Captain Xhaka warnt vor dem Kosovo

Verkehrte Welt in Genf
Nati-Captain Xhaka will nicht Geschichte schreiben

Der Captain der Schweizer Nati will keine Gratulationen annehmen, lobt den Kosovo – und stichelt ein klein wenig gegen die Schweden.
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Für einmal will er keine Geschichte schreiben: Granit Xhaka.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Granit Xhaka verzichtet dankend auf eine 0:6-Niederlage im Kosovo
  • In Pristina könnte Xhaka seine vierte WM-Teilnahme fixieren
  • Den Schweden rät er, lieber die eigenen Fehler anzuschauen als die Schiri-Entscheidungen
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Florian RazReporter Fussball

Unwillkürlich schaut man ein zweites Mal hin. War das wirklich Granit Xhaka (33), der diesen Satz ausgesprochen hat? «Wir wollen keine Geschichte schreiben.» Ja doch, so hat das der Mann hinter dem Pültchen gesagt, das ihm der Schweizerische Fussballverband in die spektakulär enge Medienzone des Stade de Genève gestellt hat. Und er gleicht dem Captain der Schweizer Nati aufs Haar.

Ausgerechnet Xhaka. Und dann auch noch an diesem speziellen Datum. Es ist der 15. November, als der Basler den 4:1-Sieg gegen am Ende bedauernswerte Schweden erklärt. An genau diesem Tag vor 16 Jahren hat Xhaka nichts anderes getan, als Geschichte zu schreiben: Als er mit der Schweizer U-17 den Weltmeistertitel errungen hat.

«Man hat schon viele Dinge gesehen und erlebt»

Es gehört unverrückbar zu Xhakas Wesen, dass er Dinge erreichen will, die andere für unmöglich halten. Dass er Grenzen verschiebt. Aber diesmal verzichtet er dankend. 0:6 müssten seine Schweizer am Dienstag im Kosovo verlieren, um die direkte WM-Qualifikation noch zu verpassen.

Es wäre in der Tat ein historisches Debakel, das international für Aufsehen sorgen würde. Also sagt Xhaka: «Man hat im Fussball schon viele Dinge gesehen und erlebt. Aber wir wollen keine Geschichte schreiben.»

Aber dass Xhaka nur schon einen Gedanken an ein 0:6 in Pristina verliert, zeigt, wie er ins letzte Spiel steigen will. Vorzeitige Gratulationen? Lehnt er dankend ab. Eine Party? Kann es erst geben, wenn die Qualifikation ohne Wenn und Aber feststeht. Das ist die Story, die die Schweizer erzählen wollen. Vermutlich, um das Schicksal nicht unnötig herauszufordern.

Denn natürlich glaubt auch Xhaka bei allem Lob für die Leistungen des Kosovo nicht ernsthaft daran, dass seine Mannschaft in eine Kanterniederlage läuft. «6:0 muss man die Schweiz erst mal schlagen. Und wenn sie es schaffen, sind wir selber schuld.»

Xhaka kann Shaqiri und Behrami einholen

Xhaka wird es zu verhindern wissen. Zumal ihm ja durchaus bewusst ist, dass in Pristina auch ganz andere Geschichten geschrieben werden können als jene eines grandiosen Scheiterns. Er könnte sich die vierte Teilnahme an einer WM-Endrunde erspielen. Damit würde er mit den bisherigen Schweizer Rekordhaltern Xherdan Shaqiri (34) und Valon Behrami (40) gleichziehen.

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Die WM-Quali ist der Schweiz praktisch nicht mehr zu nehmen.
Foto: TOTO MARTI

«Möglich, dass es meine letzte WM sein wird – und die mehrerer anderer Spieler auch», sagt Xhaka noch. Und hält sich sehr bewusst gleich mehrere Hintertürchen offen. Tenor: Solange er das Gefühl hat, dem Team helfen zu können, wird er in der Nati bleiben: «Und wenn es am Schluss bloss noch darum geht, die Jungen von aussen mit meiner Erfahrung zu pushen.»

Und wer weiss? Vielleicht lässt er sich ja von einem gewissen Luka Modric inspirieren. Der Kroate hat sich soeben für seine fünfte Endrunde qualifiziert. Im zarten Alter von 41 Jährchen.

Links von Xhaka erklärt unterdessen ein schwedischer Spieler nach dem anderen die vierte Niederlage im fünften Spiel dieser WM-Qualifikation. Für 60-Millionen-Stürmer Anthony Elanga (23) kann es nicht am neuen Trainer Graham Potter (50) gelegen haben. Schliesslich seien dessen taktische Anweisungen nicht weniger als «grossartig» gewesen: «Man hat in der ersten Halbzeit genau gesehen, wie wir spielen wollten.»

Der gute Tipp an die Schweden

Und unvermittelt beschleicht den Beobachter der Gedanke, dass den Schweden vielleicht nicht ein neuer Trainer gefehlt hat. Sondern ein Spieler wie Granit Xhaka. Der jedenfalls hat für die Gäste noch einen guten Tipp bereit.

Warum die Nati in Pristina nichts mehr anbrennen lässt
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Blick-Fussballchef schätzt ein:Warum die Nati in Pristina nichts mehr anbrennen lässt

Wie er selbst die Situation gesehen habe, wird Xhaka von einem schwedischen Journalisten gefragt. Die schwedischen Spieler seien wegen des Penaltypfiffs vor dem 2:1 wütend auf den Schiedsrichter.

Antwort Xhaka: «Die Schweden haben vorher einen schweren Fehler gemacht. Manchmal ist es besser, sich darauf zu konzentrieren, was man selber hätte besser machen können, als sich über den Schiedsrichter zu beklagen.»

Und das klingt dann endgültig wie der richtige Granit Xhaka. Kein zweiter Blick nötig.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
Schweiz
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Gruppe C
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Brasilien
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Türkei
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