Spaniens Superstar spaltet die Fussballwelt
Rambo Ramos

Für die einen ist der spanische Captain der beste Verteidiger der Welt, für die anderen ein respektloser Rüpel. Mit Sicherheit ist er Rambo Ramos. Tut er heute auch unserer Nati weh?
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Sergio Ramos! Man mag ihn, oder man mag ihn nicht.
Foto: AFP
Michael Wegmann

Als Bub will Sergio Ramos Torero werden. Der Stierkampf und seine Helden faszinieren den Blondschopf aus Camas, einem Vorort von Sevilla in Südspanien. Seine Mutter, heisst es, soll ihn davon überzeugt haben, nicht gegen gehörnte Gegner anzutreten. Ramos wird Fussballer. Ein Fussball spielender Torero, stolz, temperamentvoll, immer furchtlos. «Er betritt die Kabine, als ob Real Madrid ihm gehöre, und den Platz, als ob er den Fussball erfunden hat», sagte der ehemalige Real-Sportchef Jorge Valdano.

Ramos heisst Erfolg

Es scheint, Ramos’ Selbst­sicherheit sei angeboren. Mit 17 debütiert er für Sevilla, mit 18 posiert er nackt für eine Zeitschrift. Im März 2005 wird er für Spanien aufgeboten. Er rückt, nicht mal 19-jährig, im provokativen weissen Anzug ein. Im selben Jahr blättert Real Madrid 27 Millionen Euro (!) für ihn hin. Die höchste Summe, die je für einen spanischen Teenager bezahlt wurde.

Mittlerweile ist Ramos 34 und bei Real und der Furia Roja längst eine Ikone. Ob Messi, Ronaldo oder Lewandowski – Torero Ramos hat alle Stürmerstars dieses Jahrtausends schon an den Hörnern gepackt und zu Boden gerungen.

Die Gleichung ist gültig seit Jahren: Ramos als Mitspieler bedeutet Erfolg. Ramos als Gegner Schmerzen. Die Statistik dazu: Ramos ist Weltmeister, zweifacher Europameister, vierfacher Champions-League-Sieger, fünffacher spanischer Meister. Das sind nur die wichtigsten seiner Titel. 126 Tore wettbewerbsübergreifend, der einzige Verteidiger, der in zwei Champions-League-Finals getroffen hat. Und nach seinem Kurzeinsatz am Mittwoch im Test gegen Holland ist er mit 176 Länderspielen zusammen mit Italiens Goalie-Legende Gianluigi Buffon Europas Rekordinternationaler. Andererseits hält er auch alle Kartenrekorde: 248 Gelbe, dazu kommen 26 Platzverweise.

Gnadenlos und gut

Ramos kennt kein Pardon. Nicht mit sich, nicht mit dem Gegner. Einsatz total, bis an die Grenze der Legalität. Falls nötig auch darüber hinaus. Wie im Champions-League-Final 2018, als er Liverpools Mohamed Salah in den Schwitzkasten nimmt und dem Ägypter die Schulter kaputt macht. Im selben Spiel bekommt Goalie Karius auch noch Ramos’ Ellbogen ins Gesicht. Für viele: zweimal böse Absicht.

Wenig später geht der «Rambo Ramos»-Song von Wumms durch die Decke. Über 30 Millionen Klicks. Darin heissts: «Rambo Ramos tut weh. Knochenknacker eyeye. Wenn du weisst, du hast mich als Gegner, ruf gleich den Arzt.» Oder: «Ich bin Europas Kartenkönig – und fühl mich wunderbar.»

Ramos spaltet die Fussballwelt. Für die einen ist der flächendeckend tätowierte, 4-fache Papa ein Rüpel, für die anderen ein Riese. Luis Suarez und Neymar halten ihn für den besten Gegenspieler ever. Für Zinedine Zidane ist er «weltbeste Verteidiger». Er ist wohl beides: gnadenlos und gnadenlos gut. Und will die Nati gegen Spanien punkten, muss sie Rambo Ramos überwinden.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
2
3
6
2
Südkorea
Südkorea
2
0
3
3
Tschechien
Tschechien
2
-1
1
4
Südafrika
Südafrika
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
2
6
4
2
Schweiz
Schweiz
2
3
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
-3
1
4
Katar
Katar
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
2
3
4
2
Marokko
Marokko
2
1
4
3
Schottland
Schottland
2
0
3
4
Haiti
Haiti
2
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
2
5
6
2
Australien
Australien
2
0
3
3
Paraguay
Paraguay
2
-2
3
4
Türkei
Türkei
2
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
2
7
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
2
0
3
3
Ecuador
Ecuador
2
-1
1
4
Curacao
Curacao
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
2
4
4
2
Japan
Japan
2
4
4
3
Schweden
Schweden
2
0
3
4
Tunesien
Tunesien
2
-8
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ägypten
Ägypten
2
2
4
2
Iran
Iran
2
0
2
3
Belgien
Belgien
2
0
2
4
Neuseeland
Neuseeland
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
2
4
4
2
Uruguay
Uruguay
2
0
2
3
Kap Verde
Kap Verde
2
0
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
2
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
-2
0
4
Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
1
4
Usbekistan
Usbekistan
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
1
1
3
3
Panama
Panama
1
-1
0
4
Kroatien
Kroatien
1
-2
0
K.o.-Phase
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