Sie wählten Kroatien
Das sagen Rakitic und Petric zur Doppelbürger-Debatte

Ivan Rakitic und Mladen Petric sind Doppelbürger – und wollten für Kroatien spielen. Beide wären froh, hätte man ihnen den Entscheid abgenommen.
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Ivan Rakitic …
Foto: Getty Images
Michael Schifferle

Wie es ist, sich zwischen zwei Nationalteams entscheiden zu müssen, eine innere Zerrissenheit zu spüren – das wissen Mladen Petric (37) und Ivan Rakitic (31). Sie sind kroatisch-schweizerische Doppelbürger. Beide wuchsen hier auf, bestritten Spiele für Schweizer Nachwuchsauswahlen. Und beide entschieden sich, für das kroatische A-Nationalteam zu spielen. Petric 2001, Rakitic 2007.

Entscheide, die nicht jeder versteht. Rakitic wurde gar mit dem Tod bedroht, nachdem er seine Wahl publik gemacht hatte. Im BLICK erinnerte er sich 2011: «Es fing damit an, dass Leute bei meinen Eltern und bei mir zu Hause anriefen. ‹Scheiss-Jugo, verpiss dich aus der Schweiz!› Solche Sätze schrien sie ins Telefon.»

Dennoch habe er seinen Entscheid nie bereut: «Aber ich habe auch immer mit Riesen-Stolz den Schweizer Nati-Dress getragen. Ich habe weiter den Schweizerpass und würde ihn nie abgeben. Aber aus heutiger Sicht würde ich sagen, wäre es vielleicht besser, wenn man diesen jungen Menschen die Entscheidung abnimmt.»

Petric pflichtet ihm bei: «Grundsätzlich habe ich schon immer gesagt, dass ich es gut fände, wenn man diese Entscheidung nicht dem Spieler vor die Füsse werfen sollte. Es ist eine extrem schwierige Entscheidung.»

Lösungen? Rakitic sagte: «Wenn du für die U15 der Schweiz spielst, solltest du danach ans Land gebunden sein. Bevor Richtung 20 die ganzen Abwerbe-Versuche losgehen. Mit 15 bist du noch nicht so im Fokus.» Petric glaubt allerdings, dass ein Jugendlicher von einem solchen Entscheid überfordert sei. Sein Lösungsansatz: «Eine Möglichkeit wäre, dass ein Spieler, der in der Schweiz aufwuchs, verpflichtet ist, für die Schweiz zu spielen.» Weder er noch ­Rakitic, der heute den WM-Viertelfinal bestreitet, dürften für Kroatien spielen.

Eins hält Petric noch fest: «Wichtig ist, dass Menschen, die nicht Doppelbürger sind, verstehen, dass diese eine zweite Heimat haben. Selbst wenn man ihnen den einen Pass wegnähme, würde ein Kind in einem ausländischen Haushalt gross werden. Die Liebe zum Land der ­Eltern würde bleiben.»

WM 2018 in Russland

Vom 14. Juni bis 15. Juli findet in Russland die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 statt.

  • Alle Infos, Highlights und Hintergründe – kurz den WM-Ticker – finden Sie hier.
  • Sämtliche Ergebnisse und die besten Torjäger gibts hier in der Übersicht.
  • Die Spieler aller teilnehmenden Mannschaften im Porträt: Wer wie gut spielt, lesen Sie hier im interaktiven Special.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Gruppe D
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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Ägypten
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Irak
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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