Nati-Direktor Tami zum Rahmen-Abgang
«Ein Schock war es nicht»

So reagiert Nati-Direktor Pierluigi Tami zum Abgang von U21-Trainer Patrick Rahmen so kurz vor EM-Start.
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Patrick Rahmen (in Blau) wird die U21 nach der EM verlassen.
Foto: keystone-sda.ch
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Michael WegmannStv. Fussballchef

Nur Tage vor Start der U21-EM der Knall im Nati-Trainings-Camp. Wie von Blick angekündigt, wird U21-Nati-Trainer Patrick Rahmen (54) neuer Trainer beim FC Winterthur. Rahmen und der Schweizerische Fussballverband (SFV) haben sich darauf geeinigt, dass der Basler die U21 während der EM noch betreut und erst danach zum Super-League-Klub stossen wird. «Mein Fokus liegt aktuell ausschliesslich auf der bevorstehenden Endrunde. Wir werden alles daransetzen, um ein tolles Turnier zu absolvieren», lässt Rahmen via Medienmitteilung verlauten.

Wie hat man beim SFV auf Rahmens Wunsch reagiert? Wars ein Schock? Nati-Direktor Pierluigi Tami (61) zu Blick: «Ein Schock war es sicher nicht. Wir wissen alle, wie dieses Business funktioniert.» Böses Blut gebe es deswegen nicht, so Tami weiter.

«
«Wir wollten diese Kampagne mit ihm beenden.»
Pierluigi Tami, Direktor des Schweizer Nationalteams
»

Man hat beim SFV Rahmens Entscheid zur Kenntnis genommen. Es sei auch nicht zur Diskussion gestanden, den abwanderungswilligen Rahmen noch vor der EM freizustellen. «Wir wollen diese Kampagne mit ihm beenden. Und Patrick will dies auch.»

Tami, der in seiner Karriere selbst Klub- und U21-Nati-Trainer war, kann Rahmens Zukunftswunsch in gewisser Hinsicht auch nachvollziehen. «Klub- und Nati-Trainer sind zwei total verschiedene Jobprofile. Die meiste Zeit als Nati-Trainer verbringst du damit, Spieler zu beobachten und Klubs zu besuchen. Auf dem Platz arbeitest du nur während den Nati-Terminen. Patrick will wieder mehr auf dem Rasen sein.»

Schon bevor die Blick-Meldung über Rahmens Abgang vom SFV offiziell bestätigt wurde, haben sich einige Trainer auf den frei werdenden Posten beworben. Tami will sich aber Zeit lassen. «Bevor wir uns mit Namen beschäftigen, werden wir ein Profil bestimmen. Aber jetzt gilt erstmal der ganze Fokus der EM.»

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