Er coachte die Schweiz an der EM 1996
Ex-Nati-Trainer Artur Jorge stirbt im Alter von 78 Jahren

Ex-Nati-Trainer Artur Jorge (†78) ist verstorben, wie portugiesische Medien berichten.
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Artur Jorge (†78) ist tot.
Foto: Blicksport

Der Fussball trauert um Artur Jorge. Wie portugiesische Medien berichten, ist der ehemalige Nati-Trainer im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit im Kreise seiner engsten Angehörigen verstorben.

Im März 1996 folgte der Portugiese auf Roy Hodgson, der nach erfolgreicher EM-Qualifikation für das Turnier im Sommer 1996 in England zu Inter Mailand wechselte. Der Start ins Nati-Abenteuer missglückte ihm völlig. Auf das blamable 1:1 gegen Luxemburg folgte eine 0:1-Niederlage gegen Österreich.

Blick-Schlagzeile: «Jetzt spinnt er!»

Vor allem in Erinnerung blieb Jorge der Schweizer Fussball-Nation mit seinem Entscheid, die beiden arrivierten Nati-Stars Adrian Knup und Alain Sutter nicht für die Euro aufzubieten. Jorge sorgte damit für regelrechte Stürme der Empörung. Legendär die damalige Blick-Schlagzeile: «Jetzt spinnt er!», die bis heute im kollektiven Schweizer Sportgedächtnis verankert ist. Mit dem Aus in der EM-Gruppenphase und einer Bilanz von einem Sieg, zwei Unentschieden und vier Niederlagen schmeisst Jorge schliesslich freiwillig hin.

Nach seinem gescheiterten Engagement als Nati-Trainer folgte eine Rückkehr zur portugiesischen Nationalmannschaft, ehe erneut im Klubfussball landete: Teneriffa (Spanien), Vitesse (Holland), PSG (Frankreich), Al-Nassr und Al-Hilal (Saudi-Arabien), Coimbra (Portugal) und ZSKA Moskau (Russland). 2005 übernahm Jorge die kamerunische Nationalmannschaft, mit der er am Afrika-Cup 2006 bis in den Viertelfinal stürmte.

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Nach einer siebenjährigen Pause startete Jorge 2014 in sein letztes Trainerabenteuer bei MC Algier in Algerien, wo er rund zehn Monate an der Seitenlinie stand, ehe er in den Ruhestand trat. Besonders erfolgreich in Erinnerung bleibt er bei PSG, Porto und Al-Hilal, mit denen er insgesamt zwölf Titel sammelte. (eg/mou)

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