«Mein Bettlaken wurde zum Stop-it-Chirac-Plakat»
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Ex-Natispieler im «Blick Kick»:«Mein Bettlaken wurde zum Stop-it-Chirac-Plakat»

Legendäre Protest-Aktion
FCL-Wolf lüftet Geheimnis um Nati-Plakat

Die Nati erstaunt die Welt 1995 mit einem «Stop-it-Chirac»-Plakat. Dahinter verbirgt sich ein Geheimnis, wie der damalige Nati-Spieler und heutige Luzern-Boss im Blick Kick enthüllt.
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1995: Die Nati protestiert gegen Frankreichs Präsident.
Foto: Blicksport
Andreas Böni

Jacques Chirac schockt 1995 die Welt. Als eine seiner ersten Amtshandlungen ordnet der französische Präsident Atomtests im Südpazifik an. Der Welt stockt der Atem, und es ist einer der wenigen Momente, wo sich auch die Fussballer der Schweizer Nati politisch äussern.

Die Schweizer Nati spielt ein EM-Qualifikationsspiel in Göteborg gegen Schweden. Und Alain Sutter und Co. entrollen vor dem Spiel ein Plakat, auf dem mit schwarzem Spray geschrieben steht: «Stop it, Chirac!».

Nati-Kommentator Beni Thurnheer gerät zu jenem Zeitpunkt in helle Aufregung. Und nun enthüllt der heutige Luzern-Präsident und damalige Nati-Spieler Stefan Wolf (51) im Blick Kick: «Das Plakat – es war mein Bettlaken...»

Im Zimmer mit Alain Sutter

Wolf, der damalige Innenverteidiger vom FC Luzern, erzählt: «Es war mein erstes Aufgebot mit der Schweizer Nati. Ich wurde gleich mit Alain Sutter in ein Zimmer eingeteilt. Ich, der kleine Spieler vom FC Luzern. Er, der grosse Alain von Bayern München. Am Abend vor dem Spiel kam die Meldung, dass Chirac Atomversuche gestartet hat.»

Die Spieler diskutieren untereinander. «Wir sagten, wir müssten doch was machen und ein Statement abgeben», so Wolf. «Dann entstand die Idee zusammen mit Andy Egli, der als Präsident der Spielergewerkschaft immer bei der Nati mit dabei war.»

Am nächsten Tag kommt Egli dann mit der Spraydose ins Zimmer. Man besprayt das Bettlaken des Nati-Neulings, «es hat sehr gestunken im Zimmer», verrät Wolf.

«Natürlich stand ich hinter der Aktion»

Das Entrollen des Plakats geht um die Welt. Wolf erlebt es aus der Ferne: «Ich war dann aber nicht mal auf dem Feld, nicht mal auf der Bank, sondern auf der Tribüne.»

Und trotzdem bleibt die Aktion im Kopf der Menschen. Denn Fussballer, die sich politisch äussern, sind bis heute selten. Wolf: «Natürlich stand ich hinter der Aktion. Wir hatten das in einer Teamsitzung alle zusammen definiert. Aber man darf solche Aktionen nicht überstrapazieren und es jedes Wochenende machen.»

Ab und zu sei es auch notwendig. «Um die Solidarität, gegenüber Menschen in Bedrängnis kundzutun. Der Sport hat grossen Einfluss, grosse Wirkung, ein grosses Umfeld. Darum sind Zeichen wie nun auch gegenüber der Ukraine wichtig. Aber irgendwann muss man es auch wieder trennen, das eine ist Sport und das andere ist Politik.»

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