Keine Ausreden mehr
Nati-Bosse reden nach Serben-Pleite Klartext

Fertig mit den Ausreden. Nati-Trainer Murat Yakin und Captain Granit Xhaka sprechen vor dem Dänemark-Spiel Klartext. Am Dienstag muss ein Sieg her – ohne Wenn und Aber.
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Granit Xhaka und Murat Yakin reden vor dem Dänemark-Team Klartext.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nati in Krise: Drei Spiele, null Punkte
  • Yakin fordert mehr Emotionen und Aggressivität vom Team
  • Sieg gegen Dänemark ist Pflicht, sonst droht Abstieg
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Drei Spiele, null Punkte, 1:8 Tore. Der Start in die Nations League ist der Nati gründlich in die Hose gegangen. Der rauschende EM-Sommer ist weit weg, beim lamentablen Auftritt am Samstag im serbischen Leskovac waren erste Symptome einer Krise erkennbar. 

Von Selbstkritik bei den Spielern aber keine Spur. Sie redeten die schwache Leistung schön und suchten Ausreden. Auch Murat Yakin hielt sich mit allzu grosser Kritik zurück, nahm seine Spieler teilweise in Schutz und sprach sogar von einem phasenweise «dominanten Auftritt».

Mit ein wenig Distanz sieht die Analyse des Nati-Trainers aber differenzierter aus. «Wir haben den heutigen Tag genützt, um Einzelgespräche zu führen», sagt Yakin am Montag, dem Tag vor dem Spiel gegen Dänemark. «Wir haben angesprochen, dass wir selbstkritisch sein müssen und keine Ausreden mehr suchen.» Anstatt sich über Schiri- und VAR-Entscheide, fehlendes Fairplay des Gegners, den schlechten Rasen oder über mangelndes Spielglück zu beklagen, soll das Team ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. «Wir müssen mit mehr Emotionen, Aggressivität und Härte auftreten», sagt Yakin. «Denn wir haben etwas gut zu machen.»

Sieg ist Pflicht

Neben Yakin sitzt Granit Xhaka (32) auf dem Podium im Kybunpark. Der Captain hatte eine Woche lang geschwiegen. Rund um das für ihn spezielle Serbien-Spiel wollte sich Xhaka öffentlich nicht äussern. «Das Spiel war sehr fair. Wir haben versucht, uns positiv und professionell zu verhalten, das ist uns gelungen.» Dass er vom serbischen Publikum ausgepfiffen wurde, hatte er erwartet. «Ich wäre überrascht gewesen, wenn sie es nicht getan hätten.»

Xhaka spricht über die für ihn schwierige Partie in Serbien
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«Erwartetes Spiel für mich»:Xhaka spricht über die für ihn schwierige Partie in Serbien

Das Serbien-Spiel ist aber abgehakt. Viel eher geht der Blick des Captains in die Zukunft, dem Spiel gegen die Dänen, in dem es für die Nati um viel geht. Nach den drei Niederlagen zum Auftakt ist ein Sieg Pflicht, sonst droht der erstmalige Abstieg aus der Liga A der Nations League. «Wir müssen gewinnen», sagt Xhaka.

Xhaka: «Wenn man zur Nati kommt, muss man liefern»

Er habe mal gelesen, dass die Offensive Spiele gewinnt, die Defensive Titel, so Xhaka. «Wir müssen wieder einmal zu null spielen. Wir bekommen viel zu einfache Gegentore. Da ist aber nicht nur die Abwehr gefordert, sondern die ganze Mannschaft.» Dasselbe gilt für die Offensive. «Wir haben unsere Chancen, machen sie aber nicht.»

Xhaka sieht scherzhaft die Bratwurst als Grund
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Festung Kybunpark für die Nati:Xhaka sieht scherzhaft die Bratwurst als Grund

Die Frage, ob bei einigen die Einstellung nicht gestimmt habe, kommentiert Xhaka mit klaren Worten. In die Nati zu kommen, sei ein Privileg, wenn man für sein eigenes Land antreten dürfe, müssen man 100 Prozent Gas geben. «Sonst ist einer in der falschen Sportart.» Und von dem immer wieder erwähnten Umbruch will der Captain nichts wissen. «Für mich gibt es nicht junge oder alte Spieler, nur gute oder schlechte.» Es gebe nur rund zehn Länderspiele pro Jahr. «Wenn man zur Nati kommt, muss man liefern.»

Den klaren Worten der Nati-Bosse müssen nun gegen Dänemark Taten folgen. Ausreden gibt es nicht mehr, denn verliert die Nati erneut, steht ein ungemütlicher Herbst bevor – und die Verantwortlichen wie die Spieler müssten sich Grundsatzfragen stellen lassen. Denn viermal in Serie verlor die Nati zuletzt 2007/2008 unter Köbi Kuhn.

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Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Gruppe C
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Marokko
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USA
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Australien
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Türkei
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Deutschland
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