«Ich mache keinen Adler mehr»
Kasami entschuldigt seinen Albaner-Jubel

Die Nati-Sitzung dauert zehn Minuten, dann ist der albanische Doppeladler begraben. Die Spieler versprechen, auf Jubelgesten zu verzichten, die für die Schweiz störend sein können.
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Reumütig: Luftsprünge statt Doppeladler. So verspricht Piräus-Star Pajtim Kasami fortan zu jubeln.
Foto: Keystone
Von Max Kern und Michael Wegmann

Granit Xhaka (22), Nati-Star mit kosovo-albanischen Wurzeln, stellt das Bild auf Instagram. Es zeigt ihn mit fünf Freunden beim Feiern. Zwei der ­Jugendlichen formen mit ihren Händen den albanischen Doppeladler.

Die gleiche Geste, mit der Xhaka ­zuletzt im Dress von Gladbach gejubelt hat. Wie auch sein Nati-Kollege Pajtim Kasami, der in den Farben von Olympiakos Piräus mit dem Doppeladler abfeierte.

«Adler-Jubel» ist Chefsache, titelte BLICK gestern. Am Montagabend setzt sich im Team-Hotel in Feusisberg SZ eine Männerrunde zusammen.

Mit am Tisch: der Nati-Delegierte Peter Stadelmann, SFV-Generalsekretär Alex Miescher, Coach Vladimir Petkovic, sein Assistent ­Antonio Manicone, Kommunika­tionschef Marco von Ah und der Spielerrat. Das sind: Captain Gökhan Inler, Stephan Lichtsteiner, Xherdan Shaqiri, Valon Behrami und Steve von Bergen.

Der albanische Doppeladler ist nur eine Modeerscheinung

Stadelmann zu BLICK: «Die Diskussion war kurz, höchstens zehn Minuten.» Das Ergebnis? Der Nati-Delegierte: «Wir haben unseren Wunsch vorgetragen, sie wollen ihm entsprechen.» Heisst konkret: kein Doppeladler-Jubel in der Nati.

Shaqiri bestätigt: «Im Klub kann jeder jubeln, wie er will. Aber hier sind wir in der Nationalmannschaft. Hier kommts niemals vor, dass einer so jubelt.» In einem Video auf www.football.ch untermalt Behrami das Versprechen.

Kasami sagt: «Ich habe mit dem Gruss niemanden verletzen oder beleidigen wollen. Das war eine spontane Aktion. Ich wollte damit meine ­Familie grüssen. Schon als Kind hat mich die albanische Flagge mit dem Doppeladler beeindruckt. Aber das alles wurde jetzt zu politisch.»

Dies sieht auch der Rat der Albaner und Albanerinnen der Schweiz so. «Der Doppeladler ist eine Mode­erscheinung, welche nach 1990 geboren ist», heisst es in einer Medienmitteilung.

«Sie hat gar keine politische Komponente oder Bedeutung, ist gegen niemanden gerichtet, ist nicht beleidigend und sollte deshalb von keiner Seite als störend empfunden werden. Vielmehr ist der flatternde Doppeladler eine Geste der Freude.»

Kasami sagte schon vor dem Nati-Zusammenzug gegenüber BLICK: «Ich werde in Zukunft nicht mehr so jubeln!» Wie dann? «Mal sehen, vielleicht werde ich ja einfach in die Luft springen.»

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WM 2026 Gruppe A
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Südafrika
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Gruppe C
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Brasilien
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Marokko
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Gruppe D
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USA
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Australien
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Türkei
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