Aus Eisvogel wird Pechvogel
Das Elvedi-Rätsel – für Land und Klub

Was ist los mit Nico Elvedi? Die Leistungen des Verteidigers geben Rätsel auf. In seinem Klub Mönchengladbach hat er stagniert, in der Nati kommt er in diesem Herbst überhaupt nicht auf Touren.
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Nico Elvedi ist der Nati-Pechvogel in diesem Herbst.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Jahrelang war Nico Elvedi (28) die Verlässlichkeit in Person. Für seinen Klub Borussia Mönchengladbach hat er seit seinem Wechsel vom FCZ 2015 schon mehr als 300 Pflichtspiele absolviert. Für die Schweiz nimmt er an zwei Weltmeisterschaften und an drei EM-Endrunden teil, steht 2021 beim Einzug in den EM-Viertelfinal jede Minute auf dem Platz. Wenn es ihn braucht, ist auf Elvedi, den sie wegen seiner ruhigen und zurückhaltenden Art in Deutschland «Eisvogel» nennen, Verlass.

Doch das Jahr 2024 ist für den 56-fachen Nati-Spieler eines zum Vergessen. Kurz vor dem Turnier in Deutschland verliert er nach der Systemumstellung von Yakin auf eine Dreierkette seinen Stammplatz und steht deswegen an der EM keine einzige Minute auf dem Platz. Und nun ist der Bundesliga-Profi der Pechvogel dieses bislang verkorksten Nati-Herbstes.

Witz-Rot, Eigentor, Gelb-Sperre

Beim 0:2 zum Auftakt in Kopenhagen hat er Pech, als ihn Schiedsrichter Siebert nach einer vermeintlichen Notbremse mit Witz-Rot vom Platz stellt, obwohl der dänische Stürmer zuerst ein Foul begeht. Nach seiner abgesessenen Sperre gegen Spanien kehrt Elvedi gegen Serbien in die Mannschaft zurück und steht mit seinem Eigentor zum 0:1 am Ursprung der Schweizer Niederlage.

Und auch am Dienstag gegen Dänemark in St. Gallen macht er in mehreren Szenen keine gute Figur, wirkt teilweise schwerfällig und zu wenig spritzig – vor allem beim 1:1, als Eriksen mit einem schnell ausgeführten Freistoss Isaksen lanciert und dieser Kobel keine Chance lässt. Zu allem Überfluss erhält Elvedi auch noch Gelb und ist im Rückspiel gegen Serbien nach seiner zweiten Verwarnung bereits wieder gesperrt.

Seit zwei Jahren stagniert

Beim Verteidiger harzt es nicht nur in der Nati. Auch im Klub hat Elvedi stagniert. Nach seinem geplatzten Wechsel nach England zu Wolverhampton im Sommer 2023 verlängerte er zwar seinen Vertrag mit den Fohlen bis 2027. Richtig auf Touren kommt er seither aber nicht mehr, trotz seiner Umstellung bei der Ernährung, wie er im Gespräch mit Blick im Frühjahr verrät. Auf Gluten verzichtet er komplett, auch Zitrusfrüchte, Tomaten oder Avocado sind von der Speisekarte gestrichen, da die Ärzte bei ihm eine Histamin-Unverträglichkeit festgestellt haben.

Elvedi gab sich dabei auch selbstkritisch, sagte, dass er es «etwas zu locker» genommen habe. «Meine Leistungen hatten zu viele Schwankungen drin.» In der vergangenen Saison kassierte Gladbach am drittmeisten Gegentreffer (67) in der Bundesliga und schrammte am Gang in die Relegation vorbei, wobei auch Elvedi den einen oder anderen groben Schnitzer drin hatte. Zwar sind seine Leistungen in dieser Saison wieder etwas konstanter, und neuerdings ist er bei Gladbach auch im Mannschaftsrat, doch richtig aufgetaut ist der «Eisvogel» auch in dieser Saison noch nicht. Weder im Klub noch in der Nati.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
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PT
1
Mexiko
Mexiko
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0
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2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
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0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
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4
Schweiz
Schweiz
0
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
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1
Brasilien
Brasilien
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0
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2
Marokko
Marokko
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0
3
Haiti
Haiti
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4
Schottland
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0
0
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Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
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1
USA
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0
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2
Paraguay
Paraguay
0
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3
Australien
Australien
0
0
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4
Türkei
Türkei
0
0
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Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
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1
Deutschland
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Curacao
Curacao
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Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
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Ecuador
Ecuador
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Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
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1
Niederlande
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Japan
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Schweden
Schweden
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Tunesien
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Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Playoffs
Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
Mannschaft
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Frankreich
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Senegal
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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1
Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Jordanien
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Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
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1
Portugal
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2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
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0
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Usbekistan
Usbekistan
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Kolumbien
Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
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1
England
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2
Kroatien
Kroatien
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Ghana
Ghana
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Panama
Panama
0
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Playoffs
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