«Widerlich!»
So heftig reagiert Podolski auf das Metzelder-Urteil

Der Schuldspruch gegen seinen ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen Christoph Metzelder (40) ist für Fussball-Weltmeister Lukas Podolski (35) nicht nachvollziehbar.
Publiziert: 30.04.2021 um 08:26 Uhr
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Aktualisiert: 01.05.2021 um 11:22 Uhr
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Vom Düsseldorfer Amtsgericht schuldig gesprochen: Christoph Metzelder.

Zehn Monate Haft auf Bewährung. Das heisst: Kein Knast. Am Donnerstag wird der ehemalige Fussball-Profi Christoph Metzelder vom Düsseldorfer Amtsgericht wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt. Das Gericht verlässt er als freier Mann.

Da geht Lukas Podolski, selbst Vater, die Kinnlade runter. Einen «Bild»-Tweet zum Gerichtsurteil-Artikel kommentiert er mit dem Wort «Widerlich!» und drei knallroten, fluchenden Emojis.

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«Für das Urteil zehn Monate auf Bewährung habe ich kein Verständnis. Es geht hier nicht darum, ein Zeichen an einem prominenten Täter zu setzen. Es geht darum, dass so etwas grundsätzlich härter bestraft werden sollte. Auch ein Teilgeständnis darf keine Entlastung sein, wenn es um Kinderpornografie geht!», poltert der Antalyaspor-Kicker gegenüber der «Bild».

«Die Strafe wird dem Vergehen nicht gerecht»

Der 35-Jährige und Metzelder spielten einst gemeinsam in der deutschen Nationalmannschaft. 2006 wurden sie WM-Dritter, 2008 Vize-Europameister.

Podolski erklärt seinen 180er-Puls: «Da fehlt mir die abschreckende Wirkung. Wer sich gegen Kinder versündigt, muss mit aller möglichen Härte des Gesetzes bestraft werden. Noch mal: Es werden Kinder geschädigt! So wie ihre Eltern und Familien! Die Strafe wird dem Vergehen nicht gerecht.»

Für ihn gebe es kaum etwas Schlimmeres als diese Verbrechen an Kindern. Podolski: «Jeder, der selbst Kinder hat, wird das ebenfalls so beurteilen. Diese Taten sind eine Schande.»

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«Hinterlasse eine Wunde, die niemals verheilen wird»

«Ich akzeptiere meine Strafe und moralische Schuld», wird der geständige Metzelder am Donnerstag in einem «SID»-Bericht zitiert. «Ich hinterlasse eine Wunde, die niemals verheilen wird. Damit werde ich für den Rest meines Lebens in der Gesellschaft leben müssen.» (red)

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