Serie A statt Bundesliga?
Luzern bangt um Erfolgstrainer Frick

Mario Frick, Trainer des FC Luzern, könnte bald seinen Bundesliga-Traum gegen eine Chance in der Serie A eintauschen. Der italienische Aufsteiger Pisa zeigt Interesse am Liechtensteiner, der noch bis 2026 in Luzern unter Vertrag steht.
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Mario Frick macht sich Gedanken über seine Zukunft.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der Traum von Mario Frick (50) ist die Bundesliga. Das hat er schon mehrmals öffentlich angegeben. «Ich bin ein absolutes Kind der Bundesliga. Es war immer mein Wunsch, dort zu spielen. Dazu kam es leider nie. Darum träume ich davon, mir das als Trainer irgendwann zu erfüllen. Das hat oberste Priorität für mich», erzählte der Luzern-Trainer im Frühjahr zu Blick.

Vorerst muss Frick den Bundesliga-Traum aber im Kästchen behalten. Denn in Deutschland sind sowohl im Oberhaus als auch in der 2. Bundesliga praktisch alle Trainer-Stellen besetzt. Heisst das im Umkehrschluss, dass der Liechtensteiner in Luzern also ein fünftes Amtsjahr anhängt? In Stein gemeisselt ist das nicht. Der FCL muss weiter um seinen Erfolgstrainer, der noch über einen Vertrag bis 2026 verfügt, bangen.

Pisa an FCL-Coach dran

Denn gemäss Blick-Infos hat der Serie-A-Aufsteiger Pisa mehr als nur loses Interesse an Frick angemeldet. Das ist auch aus seinem Umfeld zu vernehmen. Zusammen mit Alberto Gilardino (42) steht sein Name ganz weit oben auf der Kandidatenliste des Klubs aus der Toskana. Der italienische Weltmeister von 2006 steht allerdings gleichzeitig bei Parma oder Cremonese hoch im Kurs.

Sollte Frick in Pisa den Zuschlag erhalten, wäre es für ihn eine Rückkehr nach Italien. Der frühere Stürmer spielte fast zehn Jahre lang (2000 bis 2009) im Land des Calcio. Für Arezzo, Hellas Verona, Ternana und Siena ging er auf Torejagd. Dabei machte er sich mit seinen Toren einen Namen als «Super Mario».

Als Trainer sah sich Frick dagegen nie wirklich in Italien. «Ich habe Mühe damit, wie sie mit den Trainern umgehen. Mister da, Mister dort, aber sobald die Resultate nicht mehr stimmen: addio Mister! Du bist häufig eine Marionette der Präsidenten, und ich bin inzwischen auch als Trainer ein Alphatier. Es käme wohl nicht gut heraus», meinte er.

«Wie geschaffen für Italien»

Es müsste also alles und noch vieles mehr passen für Frick, sollte er sich tatsächlich für die Serie A als nächsten Schritt in seiner Trainerkarriere entscheiden. Bei Pisa würde er in die Fussstapfen von Filippo Inzaghi (51) treten. Der frühere Milan-Star und ältere Bruder von Simone (49) hat sich nach dem Aufstieg mit Pisa verabschiedet und wird wohl am Mittwoch bei Serie-B-Klub Palermo unterschrieben.

Dann dürfte Pisa den neuen Namen des Trainers verkünden. Ob Frick der Auserwählte sein wird? Noch ist es offen. Was dafür spricht, hat Frick im letzten Blick-Interview auf den Punkt gebracht: «Ich wäre von der Sprache her und vom Fussball-Denken geschaffen für den italienischen Fussball». Die Chancen sind da, dass er dies ab Sommer unter Beweis stellen kann und Pisa in die erste Serie-A-Saison seit 1990/91 führen wird.

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2:12
Frick adelt trotzdem sein Team:«Mit leeren Händen dazustehen ist richtig enttäuschend»
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Serie A 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
35
51
82
2
SSC Neapel
SSC Neapel
35
19
70
3
AC Mailand
AC Mailand
35
19
67
4
Juventus Turin
Juventus Turin
35
28
65
5
AS Rom
AS Rom
35
23
64
6
Como 1907
Como 1907
35
31
62
7
Atalanta BC
Atalanta BC
35
15
55
8
Lazio Rom
Lazio Rom
35
5
51
9
Bologna FC
Bologna FC
35
1
49
10
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
35
-1
49
11
Udinese Calcio
Udinese Calcio
35
-3
47
12
Parma Calcio
Parma Calcio
35
-17
42
13
FC Turin
FC Turin
35
-19
41
14
Genua CFC
Genua CFC
35
-8
40
15
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
35
-13
37
16
AC Florenz
AC Florenz
35
-11
37
17
US Lecce
US Lecce
35
-23
32
18
US Cremonese
US Cremonese
35
-26
28
19
Hellas Verona
Hellas Verona
35
-33
20
20
Pisa SC
Pisa SC
35
-38
18
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Abstieg
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