Sechs neue Regeln ab der WM
Der VAR darf bald noch öfters eingreifen

Ab der Saison 2026/27 gibts im Fussball sechs Regeländerungen, die bereits ab der WM im kommenden Sommer gültig sind. Dabei scheinen Diskussionen zu den neuen Befugnissen des VAR vorprogrammiert.
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Der VAR ist seit einigen Jahren Teil des Fussballs – nun werden seine Kompetenzen erweitert.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Fussballregeln des Ifab ab 2026/27 angekündigt, Fokus auf Zeitspiel
  • VAR darf neu bei Gelb-Rot, Ecken und Spielerverwechslung eingreifen
  • Spielerwechsel max. 10 Sekunden, acht Wechsel bei Freundschaftsspielen erlaubt
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Alle Jahre wieder überarbeiten die Regelhüter des Fussballs (Ifab) die Regeln des eigentlich einfachen Spiels, bei dem 22 Männer oder Frauen 90 Minuten einem Ball nachrennen und versuchen, mehr Tore zu erzielen als der Gegner.

Mittlerweile umfasst das «Gesetzbuch» des Fussballs über 200 Seiten. Bereits Ende Januar gab es Berichte über die bevorstehenden Änderungen. Neben dem Fokus darauf, das Zeitspiel weiter einzudämmen, werden auch die Kompetenzen des VAR ausgeweitet. Neben sechs neuen Regeln wurde auch bekannt gegeben, dass bei offiziellen Freundschaftsspielen zwischen Nationalmannschaften neu acht Wechsel möglich sind.

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VAR darf bei Gelb-Rot eingreifen

Wir beginnen mit der kontroversesten Änderung. Neu darf der Videoschiri auch bei gelb-roten Karten und nicht nur beim direkten Platzverweis eingreifen, allerdings nur, wenn der Entscheid bei der zweiten Verwarnung klar falsch ist. Wird vom Schiedsrichter eine gelb-rote Karte verpasst, darf er sich nicht melden. Die Änderung hatte noch vor ihrer offiziellen Ankündigung Kritik ausgelöst. Tenor: Die Idee sei nicht zu Ende gedacht, wenn nicht auch die erste Gelbe überprüfbar ist.

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VAR kann falsche Ecken zurücknehmen

Hat sich der Schiedsrichter beim Geben einer Ecke geirrt, darf der VAR neu eingreifen. Es wird jedoch betont, dass er in Zukunft nicht jede Ecke überprüfen soll. Ziel ist, dass dadurch keine Spielverzögerung entsteht. «Normalerweise dauert es 10 bis 15 Sekunden, bis eine Ecke durchgeführt wird», sagt Fifa-Schiriboss Pierluigi Collina. Diese Zeit sollte reichen, um den Eckballentscheid zu prüfen und zu verhindern, dass künftig Tore nach irregulären Eckbällen fallen. Man stelle sich nur die Reaktionen vor, wenn es doch passiert ... 

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VAR bei Spielerverwechslung

Eine Spielerverwechslung zählte im VAR-Protokoll von Beginn weg gemeinsam mit dem erzielten Tor, dem Penalty und der direkten Roten Karte zu den Szenen, in denen der VAR genutzt werden sollte – allerdings war dies nur bei Verwechslungen im eigenen Team möglich. Neu darf der VAR auch eingreifen, wenn ein Spieler der falschen Mannschaft sanktioniert wird.

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Auch bei Abstoss und Einwurf wird gezählt

Seit dieser Saison haben Schiedsrichter die Möglichkeit, den Torhüter zu bestrafen, wenn er den Ball länger als acht Sekunden in den Händen hält und eine Ecke für die andere Mannschaft zu geben. Die letzten fünf Sekunden zählt der Unparteiische mit gehobenerHand mit. Das ist neu auch bei Abstössen und Einwürfen möglich, wobei beim Einwurf keine Ecke, sondern nur das Einwurfrecht wechselt.

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Auswechslung unter Zeitdruck

Wechsel gehören zu den beliebtesten Mitteln, um noch etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. Dem wollen die Regelhüter einen Riegel vorschieben und setzen eine Zeitbegrenzung ein. Ab der Saison 2026/27 hat der Spieler nur noch zehn Sekunden Zeit, um das Spielfeld nach dem Anzeigen des Wechsels zu verlassen.

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Eine Minute draussen nach Behandlungspause

Auch dem Vortäuschen einer Verletzung soll mit einer neuen Regel ein Riegel geschoben werden. So muss ein Spieler, der sich auf dem Platz wegen einer Verletzung behandeln lässt, nach der Behandlung eine Minute lang von der Seitenlinie aus zusehen, bevor er aufs Spielfeld zurückkehren darf. Heisst: Wer in der 89. Minute zu Boden geht und mit einer Behandlung zwei Minuten von der Uhr nimmt, sorgt dafür, dass seine Teamkollegen 60 Sekunden mit einem Spieler weniger agieren müssen.


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