US-Sport als Vorbild für Premier League
Klopp lacht über Boehlys «All-Star-Game»-Idee

Die besten Spieler der Premier League treten in zwei Teams gegeneinander an. So lautet die Vision des neuen Chelsea-Besitzers Todd Boehly (48). Für die Idee des US-Amerikaners gibt es allerdings viel Spott.
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Todd Boehly regt ein «All Star Game» in der Premier League an.
Foto: AFP

Der neue Chelsea-Besitzer Todd Boehly will die Premier League auf der Insel umkrempeln und attraktiver machen. Dazu liefert er zwei Vorschläge.

Einerseits bringt der US-Amerikaner eine «Final Four»-Turnier für die vier letzten Teams in der Tabelle, die so die drei Absteiger unter sich ausmachen. Andererseits würde er ein «All Star Game» begrüssen.

Ein Spiel, bei welchem die besten Spieler der Liga in zwei Teams gegeneinander antreten, wie etwa in der Basketball-Liga NBA oder im Eishockey in der NHL. Ihm schwebt dabei vor, ein «Nord-Team» und ein «Süd-Team» zu formen.

US-Sport als Vorbild

Dies würde im Prinzip heissen, dass bei der Mannschaft aus dem Norden vornehmlich Spieler von Liverpool und den beiden Manchester Klubs dabei wären. Die Selektion des Süd-Teams bestünde wohl aus Spielern der Londoner Klubs Tottenham, Arsenal und Chelsea. «Wer will sie alle schon in einem Team sehen», spottet Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (55).

«Ich hoffe, die Premier League schaut sich ein bisschen etwas vom amerikanischen Sport ab», sagt Boehly. Mit einem All Star Game könne man so viel Geld generieren, wie man benötige: «Jeder mag die Idee, mehr Geld für die Liga einzufahren.» Als Beispiel führt Boehly das «All Star Game» in der Baseball-Liga MLB an, welches dieses Jahr knapp 200 Millionen Franken einbrachte.

Klopp verspottet Boehly-Idee

Als Klopp vor dem Champions-League-Spiel gegen Ajax auf die All-Star-Game-Vision angesprochen wird, kann er nur lachen: «Da hat er nicht lange gebraucht. Wenn er ein Datum dafür findet, kann er mich anrufen.»

Boehly vergesse, dass die Teams in den USA zwischen den Saisons jeweils rund vier Monate frei haben: «Im Fussball ist es komplett anders.» Der Deutsche spottet: «Was soll ich sagen? Will er die Harlem Globetrotters auch einladen und sie gegen ein Fussballteam spielen lassen?»

Auch englische Fussball-Grössen können der Idee des Milliardärs nicht viel abgewinnen. Jamie Carragher (44) findets «unglaublich arrogant, über eine Liga zu sprechen, die du nicht kennst». Als «absoluten Pferdemist» betitelt ManUtd-Legende Gary Neville (47) die Vorstellungen Boehlys. (che)

Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
23
25
50
2
Manchester City
Manchester City
23
26
46
3
Aston Villa
Aston Villa
23
10
46
4
Manchester United
Manchester United
23
7
38
5
Chelsea FC
Chelsea FC
23
14
37
6
Liverpool FC
Liverpool FC
23
3
36
7
FC Fulham
FC Fulham
23
0
34
8
Brentford FC
Brentford FC
23
3
33
9
Newcastle United
Newcastle United
23
3
33
10
FC Sunderland
FC Sunderland
23
-2
33
11
Everton FC
Everton FC
22
-1
32
12
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
23
2
30
13
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
23
-5
30
14
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
23
2
28
15
Crystal Palace
Crystal Palace
23
-4
28
16
Leeds United
Leeds United
22
-7
25
17
Nottingham Forest
Nottingham Forest
23
-11
25
18
West Ham United
West Ham United
23
-18
20
19
Burnley FC
Burnley FC
23
-19
15
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
23
-28
8
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