Unglücklich als Fussballer
Ex-ManUtd-Spieler lebt heute im Kloster

Phil Mulryne startete seine Fussballerkarriere bei Manchester United. Dieses Leben machte ihn nicht glücklich. Nach dem Rücktritt hat er seine Berufung gefunden. Als katholischer Priester.
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Phil Mulryne hatte schon mit 30 Jahren genug vom Fussball.
Foto: imago images/Mary Evans

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Phil Mulryne hat mit 30 Jahren seine Fussballkarriere beendet
  • Der Lebensstil hat ihn einfach nicht mehr glücklich gemacht
  • Nach seinem Rücktritt ist er Priester geworden und lebt nun im Kloster
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Im Nachwuchs von Manchester United wurde Phil Mulryne (47) einst ausgebildet. Durchsetzen konnte er sich bei den Profis allerdings nicht. Fünfmal stand er im Aufgebot für ein Spiel in der Premier League, nur einmal kam er zum Einsatz.

Die Wege von ihm und den Red Devils trennten sich, Mulryne setzte seine Karriere unter anderem bei Norwich und Cardiff fort, spielte zudem 27-mal für die Nationalmannschaft Nordirlands. Über eine halbe Million Franken verdiente er pro Jahr, doch das Leben als Fussballer machte ihn nicht glücklich. Mit 30 Jahren zog Mulryne 2008 einen Schlussstrich unter seine Karriere. «Ich begann mit dem gesamten Lebensstil unzufrieden zu werden», begründete er gemäss «Daily Star». «Ich war sehr privilegiert, aber habe festgestellt, dass bei all den Dingen, die mich umgeben, irgendwann eine Art Leere herrschte.»

Er hat sich gefragt: «Warum bin ich nicht glücklich, wenn ich doch alles habe, was junge Männer wollen?» Und einen für einen Ex-Kicker ungewohnten Weg eingeschlagen. Mulryne wurde Priester.

«Echtes Gefühl der Erfüllung»

Im ersten Jahr hat er sein Leben auf den Kopf gestellt. «Ich arbeitete eine Zeit lang ehrenamtlich in einer Obdachlosenunterkunft», erzählt er «Belfast Live». «Ich ging wieder zur Messe und begann regelmässig zu beten.» Im Glauben habe er «ein echtes Gefühl der Erfüllung» gefunden. Mulryne liess sich zum katholischen Priester ausbilden.

«Ich lebe in einem Kloster, bin also eigentlich eher ein Mönch», gibt er einen Einblick in sein Leben. Insgesamt seien sie 15 Personen. Es herrsche eine Art gegenseitige Abhängigkeit, auch im Kloster habe er einen Vorgesetzten, dem er unterstellt sei. Und obwohl Mulryne mit 30 seine Karriere beendete, ist er dem Fussball nach wie vor verbunden. «Im Kloster gibt es keinen Fernseher», sagt er. Und bleibt trotzdem auf dem Laufenden. Denn: «Wir haben einen Raum mit ein paar Computern, dort schaue ich mir die dreiminütigen Highlights an.»

Auch andere wandten sich Glauben zu

Mulryne ist indes nicht der einzige ehemalige Sportler, der sich nach seiner Karriere dem Glauben zugewandt hat. Der Schwede Kevin Lidin (24) musste die Fussballschuhe verletzungsbedingt an den Nagel hängen und wurde Buddhisten-Mönch. Die französische Ex-Tennisspielerin Mary Pierce (50) ist nach ihrem Rücktritt Missionarin einer mauritanischen Kirche geworden.

Und der einstige deutsche Fussballer Stefan Mees (55) hat sich nach dem Karriereende erst eine Auszeit im Kloster gegönnt und organisiert heute Gottesdienste für junge Familien.

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Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
31
39
70
2
Manchester City
Manchester City
30
32
61
3
Manchester United
Manchester United
31
13
55
4
Aston Villa
Aston Villa
31
5
54
5
Liverpool FC
Liverpool FC
31
8
49
6
Chelsea FC
Chelsea FC
31
15
48
7
Brentford FC
Brentford FC
31
4
46
8
Everton FC
Everton FC
31
2
46
9
FC Fulham
FC Fulham
31
-1
44
10
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
31
4
43
11
FC Sunderland
FC Sunderland
31
-4
43
12
Newcastle United
Newcastle United
31
-1
42
13
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
31
-2
42
14
Crystal Palace
Crystal Palace
30
-2
39
15
Leeds United
Leeds United
31
-11
33
16
Nottingham Forest
Nottingham Forest
31
-12
32
17
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
31
-10
30
18
West Ham United
West Ham United
31
-21
29
19
Burnley FC
Burnley FC
31
-28
20
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
31
-30
17
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