«Die Angst schleicht sich ein»
Tottenham droht erster Abstieg seit fast 50 Jahren

Und wieder ein Wochenende mit einem harten Nackenschlag. Tottenham kommt einfach nicht aus dem Tabellenkeller. Und ist so lang sieglos wie seit 1994 nicht mehr. Die Töne in England werden rauer.
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Die Fassungslosigkeit ist den Spurs ins Gesicht geschrieben. So auch Solanke, Bissouma und van de Ven (v.l.).
Foto: imago/Sportimage

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tottenham kämpft nach vier Liga-Niederlagen gegen drohenden Abstieg
  • Trotz Abstiegssorgen beeindruckt Tottenham in der Champions League
  • Seit 1994 erstmals zehn Spiele ohne Sieg in der Premier League
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Der stolze Gockel aus dem Logo von Tottenham Hotspur leidet. So schlecht stand es schon lange nicht mehr um den Traditionsklub aus der besten Liga der Welt. Nach vier Niederlagen in Serie wächst die Abstiegsangst immer mehr. Verschwindet ein Fixstern nach 48 Jahren aus der höchsten Liga?

Es sind nicht bloss die Zahlen, die rund um Tottenham tiefe Sorgenfalten hinterlassen, sondern auch die Art und Weise, wie die Startruppe um Spieler wie Xavi Simons (22) und Micky van de Ven (24) auftritt. «Das Monster existiert, es kommt näher, und die Angst beginnt sich einzuschleichen und macht sich in ihrem Spiel bemerkbar», schreibt der «Guardian», eine der grössten englischen Tageszeitungen.

Freier Fall nur in der Liga

Im Jahr 1992 wurde die Premier League ins Leben gerufen und ersetzte die bisherige oberste Liga. Tottenham war dabei. Seither ist es erst einmal vorgekommen, dass die Nordlondoner in zehn Spielen in Folge nicht gewonnen haben. Das war 1994. Nun ist es ein zweites Mal passiert.

Eigentlich könnte das Team mit breiter Brust auftreten. Tottenham ist amtierender Europa-League-Sieger. Und im Jahr 2019 schaute die ganze Welt auf den Klub, als er in der Champions League bis in den Final vorstiess und dort erst gegen Liverpool verlor.

Bemerkenswert ist: Die Türe zu einer solchen Erfolgsstory steht für Tottenham auch in dieser verkorksten Saison noch offen. Die Ligaphase der Champions League beendeten die Spurs auf dem sehr starken vierten Rang. Die erste K.o.-Runde konnten sie somit direkt überspringen, nun kommt es im Achtelfinal zum Duell mit Atlético Madrid.

Tottenham war sich fast nur einstellige Klassierungen gewohnt

Doch so stark die Auftritte im internationalen Geschäft sind, so harzig läufts in der Liga. Tottenham ist ganz anderes gewöhnt als Abstiegskampf. Zwar war man bereits letzte Saison darin verwickelt.

In den Jahren davor holte Tottenham zwar keine Titel, war aber extrem konstant unterwegs. 16 Saisons in Folge war die Endklassierung immer einstellig. Meistens reichte es gar in die Top 5.

Im starken Abstiegsstrudel gibt es für das Team von Trainer Igor Tudor (47, seit Mitte Februar im Amt) aktuell nur eine positive Nachricht: dass die anderen Konkurrenten im Abstiegskampf ebenfalls alle verloren haben. Der stolze Gockel ist noch nicht ganz eingeknickt.

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