Nach Halbfinal-Niederlage: Liverpool-Star geht auf gegnerische Fans los(01:20)

Nach Copa-Aus im Halbfinal
Uruguay-Stars prügeln sich mit Kolumbien-Fans

Unfassbare Szenen nach dem Halbfinal in der Copa América: Uruguay-Spieler, darunter Stars wie Darwin Núñez oder Ronald Araujo, prügeln sich mit kolumbianischen Fans.
Publiziert: 11.07.2024 um 07:30 Uhr
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Aktualisiert: 12.07.2024 um 16:11 Uhr
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Darwin Núñez (im Zentrum) geht auf kolumbianische Fans los.

Die Folgen des Eklats

Der südamerikanische Fussballverband Conmebol reagiert auf den Prügel-Eklat an der Copa America: «Angesichts der gewalttätigen Ausschreitungen am Ende des Spiels zwischen den Nationalmannschaften und Fans von Uruguay und Kolumbien hat die Disziplinarabteilung des Conmebol beschlossen, eine Untersuchung einzuleiten, um den Ablauf der Ereignisse und die Verantwortlichkeiten der Beteiligten zu klären.»

Eine Verwandlung von Leidenschaft in Gewalt sei inakzeptabel, egal ob es sich dabei um herbe Enttäuschung und Frust oder Familienschutz handle. Dies darf an den kommenden Finalspielen nicht wieder passieren. «Es ist nicht hinnehmbar, dass bei einem Vorfall wie diesem die Leidenschaft in Gewalt umschlägt. Deshalb wird kein Verhalten toleriert, das gegen den Geist des Sports und des schönsten Spektakels der Welt, das der ganzen Familie gehört, verstösst», schreibt der Verband weiter. Aber ob den prügelnden Fussballspielern jetzt eine Sperre droht, ist noch nicht klar.

Was ist passiert?

Uruguay scheitert im Halbfinal der Copa América an Kolumbien, 0:1 verliert der Turnier-Rekordsieger (15 Titel, gleichauf mit Argentinien). Weitaus mehr zu reden geben allerdings die Szenen nach Schlusspfiff.

Wie auf zahlreichen Videos festgehalten wird, prügeln sich diverse Nationalspieler Uruguays mit gegnerischen Fans auf der Tribüne. Darunter befinden sich Stars wie Darwin Núñez (25, Liverpool), Ronald Araujo (25, Barcelona) oder José Maria Giménez (Atlético Madrid). Es ist zu sehen, wie allen voran Núñez auf Fans einschlägt und versucht, sie zu treten. Dabei muss der Liverpool-Stürmer auch selbst einstecken.

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«Familien waren in Gefahr»

Giménez erklärt im Anschluss, weshalb es zu den Ausschreitungen gekommen ist. «Unsere Familien waren in Gefahr», sagt der Uruguay-Captain im Interview. «Wir mussten so schnell wie möglich auf die Tribüne, um unsere Liebsten zu schützen. Da hatte es Neugeborene darunter. Ein absolutes Desaster.»

Der 29-Jährige bemängelt den Einsatz der Polizei, da es «keinen einzigen Polizisten» dort gehabt habe, um die Angehörigen vor den scheinbar betrunkenen Fans zu schützen: «Unsere Familien leiden, weil einige Alkohol trinken, die nicht wissen, wie man trinkt und sich wie Kinder benehmen.» Wie Medien berichten, seien die Angehörigen der Fussballer danach aus dem Stadion eskortiert worden.

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Ex-Bayern-Star kämpft mit den Tränen

Uruguay verpasste es zuvor, Argentinien in den Final zu folgen. Die Albiceleste kann sich nun den 16. Titel holen und würde damit zum alleinigen Rekordhalter werden.

Jefferson Lerma (29) schiesst Kolumbien in der 39. Minute in Führung und damit zum Sieg. Für die Cafeteros, wie das Nationalteam um Ex-Bayern-Star James Rodríguez (32) genannt wird, ist es die dritte Finalteilnahme. Bislang konnten sie den Pokal einzig 2001 in die Höhe stemmen.

«Ich bin jetzt fast 13 Jahre dabei, wollte immer nur das Finale. Jetzt bin ich überglücklich», sagt Rodriguez nach Schlusspfiff, sichtbar von Gefühlen überwältigt und mit Tränen in den Augen. Er war es, der den Siegtreffer von Lerma vorbereitet hat. Es war die sechste Torvorlage des Spielmachers, Turnier-Rekord in der 108-jährigen Geschichte der Südamerika-Meisterschaft.

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