Von der 9. Liga in die Bundesliga
Ex-FCZ-Star Brunner erklärt seinen Ur-Schrei

Was für ein Aufstieg! Gestartet beim Fünftliga-Klub Maur schafft’s Ex-FCZ-Verteidiger Cédric Brunner mit Underdog Arminia in die 1. Bundesliga. Gefolgt von einem Ur-Schrei.
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Cédric Brunner schreit seine Freude heraus.
Foto: Twitter Arminia Bielefeld
Max Kern

Dienstag, kurz vor 22 Uhr. Auf einer Terrasse in Bielefeld schreit ein Mann mit einem weissen Fischerhut und in weissen Socken ohne Schuhe seine Freude in den Himmel. Was für ein Ur-Schrei!

«Ja, normal bin ich ja nicht so, aber die Emotionen gingen einfach mit mir durch. Und der Schrei war sehr befreiend», sagt Arminia-Bielefeld-Verteidiger Cédric Brunner (26) am Tag danach lachend zu BLICK.

Der krasse Aussenseiter Bielefeld steigt als Tabellenführer bereits drei Runden vor Schluss als erstes Team in die Bundesliga auf. Die Gegner heissen statt Wehen Wiesbaden nächste Saison nun Bayern, Dortmund oder Gladbach.

«Damit konnten wir anfangs Saison absolut nicht rechnen», gibt der Zürcher zu, «wir wollten hinter den grossen Vier – Stuttgart, HSV, Nürnberg und Hannover – eine Rolle spielen. Nach einer halben Saison hatten uns dann auch die anderen auf dem Schirm. Dass es am Schluss doch noch so reicht, als Erster, ist schon überraschend.»

Die Arminia lag schon in der Winterpause vorn. Auch beim Corona-bedingten Unterbruch. Ein schwierige Zeit für die Ostwestfalen – denn es drohte wie in Belgien oder Frankreich ein Saisonabbruch. Die ganze Arbeit der Vorrunde wäre für die Katz gewesen. Brunner: «Das wäre die absolute Katastrophe gewesen.»

Wie die Fans in Bielefeld ihre Helden feiern können, steht noch in den Sternen. Sicher ist: Es wird wegen Corona keine Feier auf dem Rathaus-Balkon geben. Irgendeine Feier wird’s aber bestimmt geben. Brunner: «Beim letzten Aufstieg sollen 30'000 Fans gekommen sein.»

Wer weiss, vielleicht lässt Brunner dann mit einem Megaphon in der Hand nochmals seinen Urschrei hören.

Angefangen mit Fussballspielen hat Cédi im Sommer 1998 beim FC Maur. Der Viereinhalbjährige startet bei den «Pampers». In einem Klub, der erst ein Jahr zuvor gegründet wurde. Der FC Maur? Das ist zu dieser Zeit 5. Liga, sprich die schlechteste Liga der Schweiz! Oder nur neunthöchste Spielklasse. Nicht gerade ein Sprungbrett für ehrgeizige Jung-Talente. Ausser für Brunner.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
31
81
82
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
31
34
67
3
RB Leipzig
RB Leipzig
31
24
62
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
31
20
57
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
31
16
57
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
31
20
55
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
31
-2
43
8
SC Freiburg
SC Freiburg
31
-8
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
31
-16
37
10
FSV Mainz
FSV Mainz
31
-10
34
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
31
-14
32
12
Werder Bremen
Werder Bremen
31
-18
32
13
Union Berlin
Union Berlin
31
-20
32
14
1. FC Köln
1. FC Köln
31
-8
31
15
Hamburger SV
Hamburger SV
31
-16
31
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
31
-27
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
31
-25
25
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
31
-31
22
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