Schluss mit Wohlfühloase
Leipzig-Goalie sagt Mvogo schon den Kampf an!

YB-Goalie Yvon Mvogo wechselt im Sommer in die Bundesliga. Den rauen Wind, der ihm da um die Ohren pfeifen wird, spürt er jetzt schon.
Publiziert: 10.05.2017 um 12:04 Uhr
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Aktualisiert: 12.09.2018 um 03:00 Uhr
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YB-Goalie Yvon Mvogo auf Abschiedstournee in der Schweiz. Nächste Saison spielt der Fribourger bei Leipzig in der Bundesliga.
Patrick Mäder

Das wird ein heisser Tanz für den jungen Yvon Mvogo. Ein Tanz auf dem Vulkan namens Bundesliga. Denn da wird es für den 22-Jährigen ganz anders zu- und hergehen, als jetzt noch bei YB. In Bern wurde der Goalie sachte aufgebaut. Seit er 2014 von Uli Forte zur Nummer 1 gemacht wurde, hat er mit Routinier Marco Wölfli (34) einen Freund und Förderer an seiner Seite, der sich mit der Rolle als Ersatztorhüter schnell abgefunden hat. Mvogo durfte Fehler machen und in Ruhe reifen. Doch jetzt ist Schluss mit Wohlfühloase.

Denn Leipzig, sein neuer Klub, hat grosse Ambitionen. Als zweiter der Bundesliga hat sich der Dosenklub direkt für die Champions League qualifiziert. Mitverantwortlich für diesen Exploit des Aufsteigers ist auch Torhüter Peter Gulasci (27), der eine starke Saison zeigt. Und der Nati-Keeper von Ungarn hat keine Lust auf die Ersatzbank und fordert seinen Schweizer Kollegen im «Kicker» schon mal zum Duett: «Dass es neue Konkurrenz gibt, ist für mich kein Problem. Ich bin die Nummer eins. Und ich möchte das auch bleiben.»

Kampfansage an Mvogo, der vor seiner Reifeprüfung steht. Denn die Konkurrenz zwischen Torhütern kann ganz schön an der Psyche nagen. Wenn in den Trainings Eiszeit herrscht zwischen den Konkurrenten, wenn man sich während den Spielen keinen Fehler erlauben kann, dann braucht man eine dicke Haut. Will Mvogo ein Grosser seiner Zunft werden, muss er durch dieses Stahlbad gehen und sich mental nicht unterkriegen lassen. «Kopf hoch, Brust raus, hier kommt Yvon!»

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