Mainzer toben nach Penalty-Drama gegen Schalke
«Dieser Entscheid ist ein Skandal!»

Ein Penalty tief in der Nachspielzeit bringt Schalke am Freitagabend in Mainz drei Punkte. Während Königsblau jubelt, fallen bei den Mainzern harte Worte.
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Marius Bülter behält die Nerven und schiesst Schalke tief in der Nachspielzeit in Mainz zum Sieg.
Foto: imago/RHR-Foto

Abstiegskampf, Emotionen, Drama. Auf Schalke geht die Post ab. Und zum richtigen Zeitpunkt scheinen die Königsblauen aufgewacht zu sein. Erst der 2:1-Sieg gegen Werder. Nun ein 3:2-Sieg gegen Mainz am Freitagabend.

Doch der Dreier bei den Mainzern gibt zu diskutieren. In der 102. Minute schiesst Schalke das Siegestor. Per Penalty. Zuvor gibts ein Trikotzupfen des eingewechselten Anthony Caci am Schalker Marius Bülter. Schiri Matthias Jöllenbeck (36) zeigt nach langem Videostudium auf den Punkt – und sorgt damit für die Entscheidung in dieser dramatischen Partie.

Und da es auch für Mainz in der Tabelle noch um einiges geht, ist Jöllenbecks Pfiff für den einen oder anderen Gefühlsausbruch verantwortlich. «Dieser Entscheid ist ein Skandal!», soll Mainz-Coach Bo Svensson gemäss «Sport1» nach dem Spiel durch die Katakomben geschrien haben. Und später sagt Svensson: «Für einen Verein, der mit im Abstiegskampf steht, ist es ein bitterer Beigeschmack. Es ist eine klare Fehlentscheidung.»

Und Sportdirektor Martin Schmidt sagt: «Ich finde die Entscheidung sehr hart und sehr mutig von ihm. Es war ein Zupfer da, das hat man gesehen, aber der Ball war weit weg. Solche Zupfer gibt es bei jeder zweiten oder dritten Ecke. Dann kannst du bei jeder zweiten oder dritten Ecke einen Elfmeter pfeifen.»

Unerfahrener Schiedsrichter

Ex-Fifa-Schiri Manuel Gräfe pflichtet den beiden bei. «Kein Elfer!», lässt er per Twitter verlauten. Man hätte weiterspielen lassen müssen. Und Gräfe kritisiert dabei auch die Liga. Es sei «unverantwortlich», am 31. Spieltag einem jungen Schiedsrichter mit wenig Erfahrung ein solches Abstiegsspiel zu geben.

Jöllenbeck selbst steht zu seinem Entscheid. «Da ich weiss, wie viel hier auf dem Spiel steht, wollte ich die Chance nutzen, mir das noch einmal selber anzuschauen», meint er nach dem Spiel. «Nach Ansicht der Bilder lag ein klares und langes Halten vor. Deswegen habe ich auf Strafstoss für Schalke entschieden.»

Mainz-Coach Svensson hat sich mittlerweile für seinen Wutanfall entschuldigt. «Die Wortwahl war überzogen, das waren Emotionen, aber meine Meinung hat sich nicht geändert. Es ist meine klare Meinung, dass dieser Pfiff ein Fehler ist.»

Ändern kann ers nicht mehr. Und so darf Schalke weiter auf den Klassenerhalt hoffen. (mam)

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Borussia Dortmund
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TSG Hoffenheim
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RB Leipzig
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