Sturer Stürmerstar im Video: Lustloser Lewandowski provoziert im ersten Bayern-Training(03:05)

«Ich werde noch einmal kommen»
So verabschiedet sich Lewandowski von den Fans

Robert Lewandowski (33) wechselt zum FC Barcelona, will allerdings nochmals nach München reisen, um sich richtig zu verabschieden. Die grosse Frage an der Säbener Strasse: Wer schiesst nun die Tore?
Publiziert: 17.07.2022 um 14:27 Uhr
|
Aktualisiert: 17.07.2022 um 18:02 Uhr
1/10
Robert Lewandowski winkt zum Abschied.

Die Ära Lewandowski beim FC Bayern München ist Geschichte. 344 Tore in 375 Partien in acht Saisons – was für eine Quote. Umso emotionaler fällt der Abschied des Polen auf Instagram aus.

«Wir, die Spieler, sind nur für einen Moment da. Für mich währte dieser Moment acht wunderbare Jahre, die ich für immer in meinem Herzen behalten werde», schreibt der Pole. Er bedankt sich bei allen Mitarbeitern und dem Management, vor allem aber bei seinen Mitspielern und den Fans: «Ihr seid es, die den Verein ausmachen.»

«Werde noch einmal kommen»

Der Pole ist bereits auf Mallorca. Von dort wird er in die USA ins Barça-Trainingslager fliegen, dort den Medizincheck absolvieren und den Vertrag unterschreiben. Danach will der 33-Jährige aber nochmals nach München zurückkehren, wie er im «Sky»-Interview verriet: «Ich werde noch einmal kommen und mich richtig verabschieden.»

Seinen Teamkollegen hat er bereits auf dem Trainingsplatz «Adios» gesagt. Während Neuer, Kimmich oder Gnabry bislang auf eine öffentliche Botschaft verzichten, melden sich auf den sozialen Netzwerken Leroy Sané (26) und Thomas Müller (32). Letzterer schreibt etwa auf Instagram: «Alles Gute für die Zukunft! Acht spezielle Jahre, viele Tore, viele Trophäen, Höhen und Tiefen aber immer Respekt und wahrer Siegeswillen.»

Trainer Julian Nagelsmann (34) sieht es im «Bayerischen Rundfunk» als «grosse Herausforderung» an, den Polen zu ersetzen. Doch er verzagt nicht: «Mir wird jetzt nicht Angst und Bange. Wir haben eine Möglichkeit, den FC Bayern zu bauen, ohne einen Stürmer, der verlässlich 40 Tore schiesst. Das ist eine interessante Aufgabe für mich und mein Trainerteam.»

Wer schiesst jetzt die Tore?

Und nicht nur das, der Übungsleiter redet sich den Verlust sogar schön. «Ich glaube nicht, dass es ganz einfach sein wird für die Gegner. Du konntest dich viel auf Lewy konzentrieren, das weiss ich aus eigener Erfahrung», sagt Nagelsmann bei «Bild». Man habe in der Offensive zahlreiche Möglichkeiten, warnt auch der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (54): «Wenn ich jetzt der gegnerische Trainer wäre, da würde ich mir schon Gedanken machen, wie diese Truppe jetzt möglicherweise spielt.»

Werbung

Tatsächlich: Im aktuellen Kader befindet sich kein Stossstürmer, wie Lewandowski einer ist. Es besteht die Möglichkeit des Systemwechsels, hin zu einer flexiblen Offensivreihe ohne «richtigen» Neuner rund um den Top-Neuzugang Sadio Mané (30).

Und dann gäbe es noch die Möglichkeit, wieder einen solchen Knipser zu verpflichten. Beispielsweise Harry Kane (28). Kahn relativiert das Gerücht in der «Bild»: «Klar, ein absoluter Top-Stürmer, aber das ist doch alles Zukunftsmusik.» Desinteresse tönt jedoch anders. (che)

EM-Trophy
Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare